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Info per Parsifal - in onda il 26 Gennaio, dalle 18

22/01/2011, 21:11

Parsifal
di Richard Wagner


Libretto
VORSPIEL
ERSTER AUFZUG
Im Gebiet des Grals

Wald, schattig und ernst, doch nicht düster

Felsiger Boden. Eine Lichtung in der Mitte. Links aufsteigend wird der Weg zur Gralsburg angenommen. Der Mitte des Hintergrundes zu senkt sich der Boden zu einem tiefer gelegenen Waldsee hinab.

Tagesanbruch. - Gurnemanz (rüstig greisenhaft) und zwei Knappen (von zartem Jünglingsalter) sind schlafend unter einem Baume gelagert - Von der linken Seite, wie von der Gralsburg her, ertönt der feierliche Morgenweckruf der Posaunen.
GURNEMANZ
(erwachend und die Knaben rüttelnd)

He! Ho! Waldhüter ihr,
Schlafhüter mitsammen,
so wacht doch mindest am Morgen!

(Die beiden Knappen springen auf)

Hört ihr den Ruf? Nun danket Gott,
dass ihr berufen, ihn zu hören!

(Er senkt sich mit den Knappen auf die Knie
und verrichtet mit ihnen gemeinschaftlich stumm
das Morgengebet. Sie erheben sich langsam.)

Jetzt auf, ihr Knaben! Seht nach dem Bad.
Zeit ist's, des Königs dort zu harren.

(Er blickt nach links in die Szene.)

Dem Siechbett, das ihn trägt, voraus
seh' ich die Boten schon uns nah'n!

(Zwei Ritter treten, von der Burg her, auf)

Heil euch! Wie geht's Amfortas heut'?
Wohl früh verlangt' er nach dem Bade:
das Heilkraut, das Gawan
mit List und Klugheit ihm gewann,
ich wähne, dass das Lind'rung schuf?
DER ZWEITER RITTER

Das wähnest du, der doch alles weiss?
Ihm kehrten sehrender nur
die Schmerzen bald zurück: -
schlaflos von starkem Bresten,
befahl er eifrig uns das Bad.
GURNEMANZ
(das Haupt traurig senkend)

Toren wir, auf Lind'rung da zu hoffen,
wo einzig Heilung lindert!
Nach allen Kräutern, allen Tränken forscht
und jagt weit durch die Welt:
ihm hilft nur Eines -
nur der Eine.
ZWEITER RITTER

So nenn' uns den!
GURNEMANZ
(ausweichend)

Sorgt für das Bad!
(Die beiden Knappen haben sich dem Hintergrunde zugewendet und blicken nach rechts.)
ZWEITER KNAPPE

Seht dort die wilde Reiterin!
ERSTER KNAPPE

Hei!
Wie fliegen der Teufelsmähre die Mähnen!
ZWEITER RITTER

Ha! Kundry dort.
ERSTER RITTER

Die bringt wohl wicht'ge Kunde?

ZWEITER KNAPPE

Die Mähre taumelt.
ERSTER KNAPPE

Flog sie durch die Luft?
ZWEITER KNAPPE

Jetzt kriecht sie am Boden hin.
ERSTER KNAPPE

Mit den Mähnen fegt sie das Moos.
(Alle blicken lebhaft nach der rechten Seite.)
ZWEITER RITTER

Da schwingt sich die Wilde herab!
(Kundry stürzt hastig, fast taumelnd herein. Wilde Kleidung, hoch geschürzt; Gürtel von Schlangenhäuten lang herabhängend; schwarzes, in losen Zöpfen flatterndes Haar; tief braunrötliche Gesichtsfarbe; stechende schwarze Augen, zuweilen wild aufblitzend, öfters wie todesstarr und unbeweglich. - Sie eilt auf Gurnemanz zu und dringt ihm ein kleines Kristallgefass auf)
KUNDRY

Hier! Nimm du! - Balsam...
GURNEMANZ

Woher brachtest du dies?
KUNDRY

Von weiter her als du denken kannst.
Hilft der Balsam nicht,
Arabia birgt
dann nichts mehr zu seinem Heil. -
Fragt nicht weiter! Ich bin müde.

(Sie wirft sich an den Boden.)
(Ein Zug von Knappen und Rittern, die Sänfte tragend und geleitend, in welcher Amfortas ausgestreckt liegt, gelangt, von links her, auf die Bühne. - Gurnemanz hat sich, von Kundry ab, sogleich den Ankommenden zugewendet.)
GURNEMANZ
(während der Zug auf die Bühne gelangt)

Er naht: sie bringen ihn getragen. -
O weh'! Wie trag' ich's im Gemüte,
in seiner Mannheit stolzer Blüte
des siegreichsten Geschlechtes Herrn
als seines Siechtums Knecht zu sehn! -

(zu den Knappen)

Behutsam! Hört, der König stöhnt.
(Die Knappen halten an und stellen das Siechbett nieder)
AMFORTAS
(erhebt sich ein wenig)

Recht so! - Habt Dank! - Ein wenig Rast.
Nach wilder Schmerzensnacht
nun Waldes Morgenpracht!
Im heil'gen See
wohl labt mich auch die Welle:
es staunt das Weh', -
die Schmerzensnacht wird helle. -
Gawan!
ZWEITER RITTER

Herr! Gawan weilte nicht;
Da seines Heilkrauts Kraft,
wie schwer er's auch errungen,
doch deine Hoffnung trog,
hat er auf neue Suche sich fortgeschwungen.
AMFORTAS

Ohn' Urlaub? - Möge das er sühnen,
dass schlecht er Gralsgebote hält!
O wehe ihm, dem trotzig Kühnen,
wenn er in Klingsors Schlingen fällt! -
So breche keiner mir den Frieden!
Ich harre des, der mir beschieden: -
"Durch Mitleid wissend" -
war's nicht so?
GURNEMANZ

Uns sagtest du es so. -
AMFORTAS

"der reine Tor". -
mich dünkt ihn zu erkennen:
dürft' ich den Tod ihn nennen! -
GURNEMANZ
(indem er Amfortas das Fläschchen
Kundrys überreicht)

Doch zuvor versuch' es noch mit diesem!
AMFORTAS
(es betrachtend)

Woher dies heimliche Gefäss?
GURNEMANZ

Dir ward es aus Arabia hergeführt.
AMFORTAS

Und wer gewann es?
GURNEMANZ

Dort liegt's, das wilde Weib. -
Auf, Kundry, komm!
(Sie weigert sich und bleibt am Boden.)
AMFORTAS

Du, Kundry?
Muss ich dir nochmals danken,
du rastlos scheue Magd?
Wohlan!
Den Balsam nun versuch' ich noch:
es sei aus Dank für deine Treue. -
KUNDRY
(unruhig und heftig am Boden
sich bewegend)

Nicht Dank! - Ha, ha! Was wird es helfen? -
Nicht Dank! Fort, fort! - Ins Bad!
(Amfortas gibt das Zeichen zum Aufbruch; der Zug entfernt sich nach dem tieferen Hintergrunde zu. - Gurnemanz, schwermütig nachblickend, und Kundry, fortwährend auf dem Boden gelagert, sind zurückgeblieben. - Knappen gehen ab und zu.)
DRITTER KNAPPE
(junger Mann)

He! Du da!
Was liegst du dort wie ein wildes Tier?
KUNDRY

Sind die Tiere hier nicht heilig?
DRITTER KNAPPE

Ja; doch ob heilig du,
das wissen wir grad' noch nicht.
VIERTER KNAPPE
(ebenfalls junger Mann)

Mit ihrem Zaubersaft, wähn' ich,
wird sie den Meister vollends verderben.
GURNEMANZ

Hm! - Schuf sie euch Schaden je?
Wann Alles ratlos steht,
wie kämpfenden Brüdern in fernste Länder
Kunde sei zu entsenden,
und kaum ihr nur wisst, wohin? -
Wer, ehe ihr euch nur besinnt,
stürmt und fliegt da hin und zurück,
der Botschaft pflegend mit Treu' und Glück?
Ihr nährt sie nicht, - sie naht euch nie,
nichts hat sie mit euch gemein;
doch, wann's in Gefahr der Hilfe gilt,
der Eifer führt sie schier durch die Luft,
die nie euch dann zum Danke ruft.
Ich wähne, ist dies Schaden,
so tät' er euch gut geraten.
DRITTER KNAPPE

Doch hasst sie uns. -
Sieh' nur, wie hämisch dort nach uns sie blickt!
VIERTER KNAPPE

Eine Heidin ist's, ein Zauberweib.
GURNEMANZ

Ja, eine Verwünschte mag sie sein.
Hier lebt sie heut' -
vielleicht erneut,
zu büssen Schuld aus früh'rem Leben,
die dorten ihr noch nicht vergeben.
Übt sie nun Buss' in solchen Taten,
die uns Ritterschaft zum Heil geraten,
gut tut sie dann und recht sicherlich,
dienet uns - und hilft auch sich.
DRITTER KNAPPE

So ist's wohl auch jen' ihre Schuld,
die uns so manche Not gebracht?
GURNEMANZ
(sich besinnend)

Ja, wann oft lange sie uns ferne blieb,
dann brach ein Unglück wohl herein.
Und lang' schon kenn' ich sie; -
doch Titurel kennt sie noch länger.
Der fand, als er die Burg dort baute,
sie schlafend hier im Waldgestrüpp', -
erstarrt, leblos, wie tot.
So fand ich selbst sie letztlich wieder,
als uns das Unheil kaum geschehn,
das jener Böse über den Bergen
so schmählich über uns gebracht.

(zu Kundry)

He! Du! - Hör' mich und sag':
wo schweiftest damals du umher,
als unser Herr den Speer verlor? -

(Kundry schweigt düster.)

Warum halfst du uns damals nicht?
KUNDRY

Ich helfe nie.
VIERTER KNAPPE

Sie sagt's da selbst.
DRITTER KNAPPE

Ist sie so treu, so kühn in Wehr,
so sende sie nach dem verlor'nen Speer!
GURNEMANZ
(düster)

Das ist ein And'res; -
jedem ist's verwehrt. -

(mit grosser Ergriffenheit)

Oh, wunden-wundervoller
heiliger Speer!
Ich sah dich schwingen
von unheiligster Hand! -

(in Erinnerung sich verlierend)

Mit ihm bewehrt, Amfortas, allzukühner,
wer mochte dir es wehren,
den Zaub'rer zu beheeren? -
Schon nah' dem Schloss, - wird uns der Held entrückt: -
ein furchtbar schönes Weib hat ihn entzückt:
in seinen Armen liegt er trunken,
der Speer ist ihm entsunken; -
ein Todesschrei! - Ich stürm herbei: -
von dannen Klingsor lachend schwand,
den heil'gen Speer hat er entwandt.
Des Königs Flucht gab kämpfend ich Geleite;
doch - eine Wunde brannt' ihm in der Seite:
die Wunde ist's, die nie sich schliessen will.
(Der erste und zweite Knappe kommen vom See her - zurück.)
DRITTER KNAPPE
(zu Gurnemanz)

So kanntest du Klingsor?
GURNEMANZ
(zu den zurückkommenden beiden
Knappen)

Wie geht's dem König?
ERSTER KNAPPE

Ihn frischt' das Bad.
ZWEITER KNAPPE

Dem Balsam wich das Weh.
GURNEMANZ
(nach einem Schweigen für sich)

Die Wunde ist's, die nie sich schliessen will! -
DRITTER KNAPPE

Doch, Väterchen, sag' und lehr' uns fein:
du kanntest Klingsor, - wie mag das sein?
(Der dritte und der vierte Knappe hatten sich zuletzt schon zu Gurnemanz' Füssen niedergesetzt; die beiden anderen gesellen sich jetzt gleicherweise zu ihnen unter dem grossen Baum.)
GURNEMANZ

Titurel, der fromme Held,
der kannt' ihn wohl.
Denn ihm, da wilder Feinde List und Macht
des reinen Glaubens Reich bedrohten,
ihm neigten sich in heilig ernster Nacht
dereinst des Heilands sel'ge Boten:
daraus der trank beim letzten Liebesmahle,
das Weihgefäss, die heilig edle Schale,
darein am Kreuz sein göttlich Blut auch floss,
dazu den Lanzenspeer, der dies vergoss -
der Zeugengüter höchstes Wundergut,
das gaben sie in unsres Königs Hut.
Dem Heiltum baute er das Heiligtum.
Die seinem Dienst ihr zugesindet
auf Pfaden, die kein Sünder findet,
ihr wisst, dass nur dem Reinen
vergönnt ist, sich zu einen
den Brüdern, die zu höchsten Rettungswerken
des Grales Wunderkräfte stärken.
Drum blieb es dem, nach dem ihr fragt, verwehrt,
Klingsor'n, wie hart ihn Müh' auch drob beschwert.
Jenseits im Tale war er eingesiedelt;
darüber hin liegt üpp'ges Heidenland:
unkund blieb mir, was dorten er gesündigt;
doch wollt' er büssen nun, ja heilig werden;
ohnmächtig, in sich selbst die Sünde zu ertöten,
an sich legt' er die Frevlerhand,
die nun, dem Grale zugewandt,
verachtungsvoll des' Hüter von sich stiess.
Darob die Wut nun Klingsorn unterwies,
wie seines schmähl'chen Opfers Tat
ihm gäbe zu bösem Zauber Rat;
den fand er nun.
Die Wüste schuf er sich zum Wonnegarten,
drin wachsen teuflisch holde Frauen;
dort will des Grales Ritter er erwarten
zu böser Lust und Höllengrauen:
wen er verlockt, hat er erworben;
schon viele hat er uns verdorben. -
Da Titurel, in hohen Alters Mühen,
dem Sohn die Herrschaft hier verliehen,
Amfortas liess es da nicht ruhn,
der Zauberplag' Einhalt zu tun.
Das wisst ihr, wie es da sich fand:
der Speer ist nun in Klingsors Hand;
kann er selbst Heilige mit dem verwunden,
den Gral auch wähnt er fest schon uns entwunden.
(Kundry hat sich, in wütender Unruhe, oft heftig um gewendet)
VIERTER KNAPPE

Vor allem nun: der Speer kehr' uns zurück!
DRITTER KNAPPE

Ha, wer ihn brächt', ihm wär's zu Ruhm und Glück!
GURNEMANZ
(nach einem Schweigen)

Vor dem verwaisten Heiligtum
in brünst'gem Beten lag Amfortas,
ein Rettungszeichen bang erflehend:
ein sel'ger Schimmer da entfloss dem Grale;
ein heilig' Traumgesicht
nun deutlich zu ihm spricht
durch hell erschauter Wortezeichen Mahle:
"durch Mitleid wissend,
der reine Tor,
harre sein',
den ich erkor".
DIE VIER KNAPPEN
(wiederholen, in grosser Ergriffenheit,
den Spruch)

"durch Mitleid wissend,
der reine Tor".
(Vom See her vernimmt man Geschrei und das Rufen der Ritter und Knappen.)
RITTER UND KNAPPEN

Weh'! - Weh'! Hoho!
Auf! Wer ist der Frevler?
(Gurnemanz und die vier Knappen fahren auf und wenden sich erschrocken um. - Ein wilder Schwan flattert matten Fluges vom See daher; er ist verwundet, die Knappen und Ritter folgen ihm nach auf die Szene. Der Schwan sinkt, nach mühsamem Fluge, inatt zu Boden; der zweite Ritter zieht ihm den Pfeil aus der Brust. - Währenddem):
GURNEMANZ

Was gibt's?
VIERTER KNAPPE

Dort!
DRITTER KNAPPE

Hier!
ZWEITER KNAPPE

Ein Schwan!
VIERTER KNAPPE

Ein Wilder Schwan!
DRITTER KNAPPE

Er ist verwundet!
ALLE RITTER UND KNAPPEN

Ha! Wehe! Wehe!
GURNEMANZ

Wer schoss den Schwan?
DER ERSTE RITTER
(hervorkommend)

Der König grüsste ihn als gutes Zeichen,
als überm See kreiste der Schwan,
da flog ein Pfeil...
KNAPPEN UND RITTER
(Parsifal hereinführend,
auf Parsifals Bogen weisend)

Der war's! Der schoss! Dies der Bogen!
Hier der Pfeil, den seinen gleich.
GURNEMANZ
(zu Parsifal)

Bist du's, der diesen Schwan erlegte?
PARSIFAL

Gewiss! Im Fluge treff' ich, was fliegt!
GURNEMANZ

Du tatest das? Und bangt' es dich nicht vor der Tat?
DIE KNAPPEN UND RITTER

Strafe dem Frevler!
GURNEMANZ

Unerhörtes Werk!
Du konntest morden, - hier im heil'gen Walde,
des' Stiller Friede dich umfing?
Des Haines Tiere nahten dir nicht zahm, -
Grüssten dich freundlich und fromm?
Aus den Zweigen, was sangen die Vöglein dir?
Was tat dir der treue Schwan?
Sein Weibchen zu suchen, flog er auf,
mit ihm zu kreisen über dem See,
den so er herrlich weihte zum Bad. -
Dem stauntest du nicht? Dich lockt' es nur
zu wild kindischem Bogengeschoss?
Er war uns hold: was ist er nun dir?
Hier, schau her! - hier trafst du ihn:
da starrt noch das Blut, - matt hängen die Fluegel;
das Schneegefieder dunkel befleckt, -
gebrochen das Aug', - siehst du den Blick?

(Parsifal hat Gurnemanz mit wachsender
Ergriffenheit zugehört; jetzt zerbricht
er seinen Bogen und schleudert
die Pfeile von sich.)

Wirst deiner Sündentat du inne?

(Parsifal führt die Hand über die Augen.)

Sag', Knab', erkennst du deine grosse Schuld?
Wie konntest du sie begehn?
PARSIFAL

Ich wusste sie nicht.
GURNEMANZ

Wo bist du her?
PARSIFAL

Das weiss ich nicht.
GURNEMANZ

Wer ist sein Vater?
PARSIFAL

Das weiss ich nicht.
GURNEMANZ

Wer sandte dich dieses Weges?
PARSIFAL

Das weiss ich nicht.
GURNEMANZ

Dein Name denn?
PARSIFAL

Ich hatte viele,
doch weiss ich ihrer keinen mehr.
GURNEMANZ

Das weisst du alles nicht?

(Für sich)

So dumm wie den
erfand bisher ich Kundry nur. -

(Zu den Knappen, deren sich
immer mehr versammelt haben)

Jetzt geht!
Versäumt den König im Bade nicht! - Helft!
(Die Knappen heben den toten Schwan ehrerbietig auf eine Bahre von frischen Zweigen und entfernen sich mit ihm nach dem See zu. - Schliesslich blieben Gurnemanz, Parsifal und - abseits - Kundry allein zurück.
GURNEMANZ
(wendet sich wieder zu Parsifal)

Nun sag': nichts weisst du, was ich dich frage
jetzt melde, was du weisst;
denn etwas musst du doch wissen.
PARSIFAL

Ich hab' eine Mutter; Herzeleide sie heisst.
Im Wald und auf wilder Aue waren wir heim.
GURNEMANZ

Wer gab dir den Bogen?
PARSIFAL

Den schuf ich mir selbst,
vom Forst die wilden Adler zu verscheuchen.
GURNEMANZ

Doch adelig scheinst du selbst und hochgeboren,
warum nicht liess deine Mutter
bessere Waffen dich lehren?
KUNDRY
(welche während der Erzählung des
Gurnemanzvon Amfortas' Schicksal oft in
wütender Unruhe heftig sich undgewendet
hatte, nun aber, immer in der Waldecke
gelagert, den Blick scharf auf Parsifal
gerichtet hat, ruft jetzt, da Parsifal
schweigt, mit rauher Stimme daher)

Den Vaterlosen gebar die Muter,
als im Kampf erschlagen Gamuret;
vor gleichem frühen Heldentod
den Sohn zu wahren, waffenfremd
in Öden erzog sie zum Toren - die Törin!

(Sie lahct)
PARSIFAL
(der mit jäher Aufmerksamkeit zugehört hat)

Ja! Und einst am Waldessaume vorbei,
auf schönen Tieren sitzend,
kamen glänzende Männer;
ihnen wollt' ich gleichen:
sie lachten und jagten davon.
Nun lief ich nach, doch konnte ich sie nicht erreichen;
durch Wildnisse kam ich, bergauf, talab;
oft ward es Nacht; dann wieder Tag:
mein Bogen musste mir frommen
gegen Wild und grosse Männer. -
(Kundry hat sich erhoben und ist zu den Männern getreten.)
KUNDRY
(eifrig)

Ja! Schächer und Riesen traf seine Kraft;
den freislichen Knaben fürchten sie alle.
PARSIFAL
(verwundert)

Wer fürchtet mich? Sag'!
KUNDRY

Die Bösen!
PARSIFAL

Die mich bedrohten, waren sie bös?

(Gurnemanz lacht.)

Wer ist gut?
GURNEMANZ
(wieder ernst)

Deinse Mutter, der du entlaufen,
und die um dich sich nun härmt und grämt.
KUNDRY

Zu End ihr' Gram: seine Mutter ist tot.
PARSIFAL
(in furchtbaren Schreken)

Tot? - Meine - Mutter? Wer sagt's?
KUNDRY

Ich ritt vorbei und sah sie sterben:
dich Toren hiess sie mich grüssen.
(Parsifal springt wütend auf Kundry zu und fasst sie bei der Kehle.)
GURNEMANZ
(hält ihn zurück)

Verrücketer Kanbe! Wieder Gewalt?

(Nachdem Gurnemanz Kundry befreit,
steht Parsifal lange wie erstarrt,
dann gerät er in ein
heftiges Zittern)

Was tat dir das Weib? Es sagte wahr;
denn nie lügt Kundry, doch sah sie viel.
PARSIFAL

Ich verschmachte! -
(Kundry ist sogleich, als sie Parsifals Zustand gewahrt, nach einem Waldquell geeilt, bringt jetzt Wasser in einem Horne, besprengt damit zunächst Parsifal und reicht ihm dann zu trinken)
GURNEMANZ

So recht! So nach des Grales Gnade:
das Böse bannt, wer's mit Gutem vergilt.
KUNDRY
(traurig sich abwendend)

Nie tu' ich gutes: - nur Ruhe will ich,

(Während Gurnemanz sich väterlich
um Parsifal bemüht, schleppt sich Kundry,
von beiden unbeachtet,
einem Waldebüsche zu)

nur Ruhe, ach, der Müden!
Schalfen! - Oh, dass mich keiner wecke!

(Scheu auffahrend)

Nein! Nicht schlafen! - Grausen fasst mich!

(Sie verfällt in hefteiges Zittern;
dann lässt sie die Arme matt sinken,
neigt das Haupt tief
und schwankt matt weiter.)

Machtlose Wehr! Die Zeit ist da.

(Vom See her gewahrt man Bewegung
und gewahrt dem im Hintergrunde
sich heimwärts wendenden Zug
der Ritter und Kappen mit der Sänfte)

Schlafen - Schlafen - ich muss. -

(Sie sinkt hinter dem Gebüsch zusammen,
und bleibt von jetzt an unbemerkt.)
GURNEMANZ

Vom Bade kehrt der König heim;
hoch steht die Sonne;
nun lass zum frommen Mahle mich dich geleiten;
denn bist du rein,
wird nun der Gral dich tränken und speisen.

(Er hat Parsifals Arm sich sanft um
den Nacken gelegt und hält dessen Leib
mit seinem eigenen Arme umschlangen;
so geleitet er ihn bei
sehr allmählichem Schreiten)
PARSIFAL

Wer ist der Gral?
GURNEMANZ

Das sagt mich nicht;
doch, bist du selbst zu ihm erkoren,
bleibt dir die Kunde unverloren.
Und sieh'!
Mich dünkt, dass ich dich recht erkannt:
kein Weg führt zu ihm durch das Land,
und niemand könnte ihn beschreiten,
den er nicht selber möcht' geleiten.
PARSIFAL

Ich schreite kaum, -
doch wähn' ich mich schon weit.
GURNEMANZ

Du siehst, mein Sohn,
zum Raum wird hier die Zeit.
(Allmählich, während Gurnemanz und Parsifal zu schreiten scheinen, verwandelt sich die Bühne, von links nach rechts hin, in unmerklicher Weise: es verschwindet so der Wald; in Felsenwänden öffnet sich ein Tor, welches nun die beiden einschliesst; dann wieder werden sie in aufsteigende Gänge sichtbar, welche sie zu durchreiten scheinen. - Lang gehaltene Posaunentöne schwellen sanft an: näher kommendes Glockengeläute. - Endlich sind sie in einem mächtigen Saale angekommen, welcher nach oben in eine hochgewölbte Kuppel, durch die einzig das Licht hereindringt, sich verliert. - Von der Höhe über der Kuppel her vernimmt man wachsendes Geläute)
GURNEMANZ
(sich zu Parsifal wendend,
der wie verzaubet steht)

Nun achte wohl, und lass mich sehn:
bist du ein Tor und rein,
welch Wissen dir auch mag beschieden sein.
(Auf beiden Seiten des Hintergrundes wird je eine grosse Tür geöffnet. Von rechts schreiten die Ritter des Grales in feierlichem Zuge herein und reiken sich, unter dem folgenden Gesange, nach und nach an zwei überdeckten langen Speisetafeln, welche so gestellt sind, dass sie, von hinten nach vorn parallel laufend, die Mitte des Saales frei lassen: nur Becher, keine Gerichte stehen darauf)
DIE GRALSRITTER

Zum letzten Liebesmahle
gerüstet Tag für Tag,

(Ein Zug von Knappen durchschreitet
schnelleren Schrittes
die Szene nach hinten zu.)

gleich ob zun letzten Male
es heut uns letzten mag, -

(Ein zweiter Zug von Knappen
durchschreiten den Saal.)

wer guter Tat sich freut,
ihm wird des Mahl erneut:
der Labung darf er nahn,
die herhste Gab empfahn.
(Die versammelten Ritter stellen sich an den Speisetafeln auf.)
STIMMEN DER JÜNGLINGE
(aus der mittleren Höhe
der Kuppel vernehmbar)

Den sündigen Welten,
mit tausend Schmerzen,
wie einst sein Blut geflossen,
dem Erlösungshelden
sei nun mit freudigem Herzen
mein Blut vergossen:
der Leib, den er zur Sühn' uns bot,
er leb' in uns durch seinen Tod.
(Durch die entgegengesetzte Türe wird von Knappen und dienenden Brüdern auf einer Sänfte Amfortas hereingetragen: vor ihm schreiten vier Knaben, welche einen mit einer purpurroten Decke überhängten Schrein tragen. Dieser Zug begibt sich nach der Mitte des Hintergrundes, wo, von einem Baldachin überdeckt, ein erhöhles Ruhebett aufgerichtet steht, auf welches Amfortas von der Sänfte herab niedergelassen wird; hiervor steht ein altarähnlicher länglicher Marmortisch, auf welchen die Knaben den verhängten Schrein hinstellen.)
KNABENSTIMMEN
(aus der aeussersten Hoehe der Kuppel)

Der Glaube lebt;
die Taube schwebt,
des Heilands holder Bote.
Der für euch fliesst,
des Weines geniesst
und nehmt vom Lebensbrote!
(Als der Gesang beendet ist und alle Ritter an den Taflen ihre Sitze eingenommen haben, tritt ein längeres Stillschweigen ein. - Vom tiefsten Hintergrunde her vernimmt man, aus einer gewölbten Nische hinter dem Ruhebette des Amfortas, wie aus einem Grabe heraufdringend, die Stimme des alten Titurel)
TITUREL

Mein Sohn Amfortas, bist du am Amt?

(Langes Schweigen)

Soll ich den Gral heut noch erschaun und leben?

(Langes Schweigen)

Musss ich sterben, vom Retter ungeleitet?
AMFORTAS
(im Ausbruche qualvoller Verzweiflung
sich halb aufrichtend)

Wehe! Wehe mir der Qual!
Mein Vater, oh! noch einmal
verrichte du das Amt!
Lebe, leb' und lass mich sterben!
TITUREL

Im Grabe leb'ich durch des Heilands Huld:
zu schwach doch bin ich, ihm zu dienen.
Du büss' im Dienste deine Schuld!
Enthüllet den Gral!
AMFORTAS
(gegen die Knaben sich erhebend)

Nein! Lass ihn unhenthüllt! Oh!
Dass keiner, keiner diese Qual ermisst,
die mir der Anblick weckt, der euch entzückt!
Was ist die Wunde, ihrer schmerzen Wut,
gegen die Not, die Höllenpein,
zu diesem Amt - verdammt zu sein!
Wehvolles Erbe, dem ich verfallen,
ich, einz'ger Sünder unter allen,
des höchtsten Heiligtums zu pflegen,
auf Reine herabzuflehen seinem Segen!
Oh, Strafe! Strafe ohnegleichen
des, ach! gekränkten Gnadenreichen!

Nach ihm, nach seinem Weihegrusse,
muss sehnlich mich's verlangen;
aus tiefster Seele Heilesbusse
zu ihm muss ich gelangen.
Die Stunde naht: -
ein Lichtstral senkt sich auf das heilige Werk;
die Hülle fällt.

(Vor sich hinstarrend)

Des Weihgefässes göttlicher Gehalt
erglüht mit leuchtender Gewalt;
durchzückt von seligsten Genusses Schmerz,
des heiligsten Blutes Quell
fühl' ich sie giessen in mein Herz;
des eignen sündigen Blutes Gewell'
in wahnsinniger Flucht
muss mir zurück dann fliessen,
in die Welt der Sündensucht
mit wilder Scheu sich ergiessen;
von neuem springt es das Tor,
daraus es nun strömt hervor,
hier durch die Wunde, der seinem gleich,
geschlagen von desselben Speeres Streich,
der dort dem Erlöser die Wunde stach,
aus der mit blut'gen Tränen
der Göttliche weint' ob der Menschheit Schmach,
in Mitleids heiligem Sehnen -
und aus der nun mir, an heiligster Stelle,
dem Pfleger göttlischer Güter,
des Erlösungsbalsams Hüter,
das heisse Sündenblut entquillt,
ewig erneut ausd des Sehnens Quelle,
das, ach! keine Büssung je mir stillt!
Erbarmen! Erbarmen!
Du Allerbarmer! Ach, Erbarmen!
Nimm mir mein Erbe,
schliesse die Wunde,
dass heilig ich sterbe,
rein Dir gesunde!

(Er sinkt wie bewusstlos zurück.)
KNABEN UND JÜNGLINGE
(aus der mittleren Höhe)

"Durch Mitleid wissend,
der reine Tor:
harre sein,
den ich erkor!"
DIE RITTER
(leise)

So ward es dir verhiessen:
harre getrost;
des Amtes walte heut!
TITURELS STIMME

Enthüllet den Gral!
(Amfortas erhebt sich langsam und mühevoll. Die Knaben entkleiden den goldnen Schreine, entnehmen ihm den "Gral" [eine antike Kristallschale], von wlecher sie ebenfalls eine Verhüllung abnehmen, und setzten ihn vor Amfortas hin.)
STIMMEN
(aus der Höhe)

"Nehmet hin meinen Leib,
nehmet hin mein Blut,
um unser Liebe willen!"
(Während Amfortas andachtsvoll in stummem Gebete sich zu dem Kelche neigt, verbreit sich eine immer dichtere Dämmerung im Saale)
KNABEN
(aus der Höhe; Eintritt
der vollsten Dunkelheit)

"Nehmet hin mein Blut,
nehmet hin meinen Leib,
auf dass ihr mein' gedenkt!".
(Ein blendender Lichtstral dringt von oben auf die Schale herab; diese erglüht immer stärker in leuchtender Purpurfarbe, alles sanft bestrahlend. Amfortas, mit verklärter Miene, erhebt den "Gral" hoch und schwenkt ihn sanft nach alles Seiten, worauf er dann Brot und Wein segnet. Alles ist bereits bei dem Eintritte der Dämmerung auf Knie gesunken und erhebt jetzt die Blicke andächtig zum "Gral")
TITURELS STIMME

Oh, heilige Wonne!
Wie hell grüsst uns heute der Herr!
(Amfortas setzt den "Gral" wieder nieder, welcher nun, während die teife Dämmerung wieder entweicht, immer mehr erblasst: hierauf schliessen die Knaben das Gefäss wieder in den Schrein und bedecken diesen wie zuvor. - Mit dem Wiedereintritte der vorigen Tageshelle nehmen die vier Knaben, nachdem sie den Schrein verschlossen, die zwei Weinkrüge, sowie die zwei Brotkörbe, welche Amfortas zuvor durch das Schwenken des Gralskelches über sie gesegnet hatte, von dem Altartische, verteilen das Brot an die Ritter und füllen die vor ihnen stehenden Becher mit Wein. Die Ritter lassen sich zum Mahle nieder, so auch Gurnemanz, welcher einen Platz neben sich leer hält und Parsifal durch ein Zeichen zur Teilnehmung am Mahle einlädt: Parsifal bleibt aber starr und stumm, wie gänzlich entrückt, zur Seite stehen)
(Wechselgesang während des Mahles)
KNABENSTIMMEN
(aus der Höhe)

Wein und Brot des letzten Mahles
wandelt' einst der Herr des Grales
durch des Mitleids Liebesmacht
in das Blut, das er vergoss,
in den Leib, den dar er bracht'.
JÜNGLINGSSTIMMEN
(aus der mittlerem Höhe der Kuppel)

Blut und Leib der heil'gen Gabe
wandelt heut zu eurer Labe
sel'ger Tröstung Liebesgeist
in den Wein, der euch nun floss,
in das Brot, das heut ihr speist.
DIE RITTER
(erste Hälfte)

Nehmet vom Briot,
wandelt es kühn
zu Leibes Kraft und Stärke;
treu bis zum Tod;
fest jedem Mühn,
zu wirken des Heilands Werke!

(zweite Hälfte)

Nehmet vom Wein,
wandelt ihn neu
zu Lebens-feurigem Blute,

(Beide Hälften)

froh im Verein,
brudergetreu
zu kämpfen mit seligem Mute!
(Die Ritter haben sich erhoben und schreiten von beiden Seiten auf sich zu, um während des Folgenden sich zu umarmen)
ALLE RITTER

Selig im Galuben!
Selig in Liebe!
JÜNGLINGE
(aus mittlerer Höhe der Kuppel)

Selig im Liebe!
KNABEN
(aus voller Höhe der Kuppel)

Selig im Glauben!
(Während des Mahles, an welchem er nicht teilnahm, ist Amfortas aus seiner begeisterungsvollen Erhebung allmählich wieder herabgesunken: er neigt das Haupt und hält die Hand auf die Wunde. Die Knaben nähern sich ihm; ihre Bewegungen deuten auf das erneuerte Bluten der Wunde: sie pflegen Amfortas, geleiten ihn wieder auf die Sänfte, und, während alle sich zum Aufbruch rüsten, tragen sie, in der Ordnung wie sie kamen, Amfortas und den heiligen Schrein wieder von dannen. Die Ritter ordnen sich ebenfalls wieder zum feierlichen Zuge und verlassen langsam den Saal, aus welchem die vorherige Tageshelle allmählich weicht. Knappen ziehen wieder schnelleren Schrittes durch die Halle. Die Glocken haben wieder geläutet.
Parsifal hatte bei dem vorangegangenen stärksten Klagerufe des Amfortas eine heftige Bewegung nach dem Herzen gemacht, welches er krampfhaft eine Zeitlang gefasst hielt; jetzt steht er noch wie erstarrt, regungslos da. - Als die letzten Ritter und Knappen den Saal verlassen un die Türen wieder geschlossen sind, tritt Gurnemanz missmutig an Parsifal heran und rüttelt ihn am Arme)
GURNEMANZ

Was stehst du noch da?
Weisst du, was du sahst?
(Parsifal fasst sich krampfhaft nach dem Herzen und schüttelt dann ein wenig sein Haupt)
GURNEMANZ
(sehr ärgerlich)

Du bist doch eben nur ein Tor!

(Er öffnet eine schmale Seitentüre)

Dort hinaus, deine Wege zu!
Doch rät dir Gurnemanz:
lass du hier künftig die Schwäne in Ruh',
und suche dir, Gänser, die Gans!

(Er stoesst Parisfal hinaus und schlägt,
ärgerlich, hinter ihm die Türe stark zu)
EINE STIMME
(aus der Höhe)

"Durch Mitleid wissend,
der reine Tor!".
STIMMEN
(aus der Höhe verhallend)

Selig im Glauben!
(Während Gurnemanz den Ritten folgt, schliesst sich der Bühnenvorhang)
PRELUDIO
ATTO PRIMO
Nel dominio del Gral.

Foresta ombrosa e austera, ma non tetra.

Suolo roccioso. Una radura nel mezzo. A sinistra, in salita, si suppone la strada, che porta alla rocca del Gral. Nella parte mediana dello sfondo, il terreno declina verso un lago silvestre situato più in basso.

Sul far del giorno. - Gurnemanz (di robusta vecchiaia) e due Scudieri (di tenera età giovanile) stanno dormendo, stesi sotto un albero. - Dalla sinistra risuona, come venendo dalla rocca del Gral, la solenne sveglia mattutina delle trombe.
GURNEMANZ
(svegliandosi e scuotendo gli Scudieri)

He! Ho! Voi custodi della selva,
e custodi insieme del sonno;
siate desti almeno al mattino!

(I due Scudieri balzano in piedi)

Udite l'appello? Dunque ringraziate Dio
che siete stati chiamati ad ascolterlo!

(S'inginocchia con gli Scudieri e attende
insieme con loro, in silenzio, alla preghiera
del mattino. Si alzano lentamente)

Ed ora su, ragazzi, siate pronti per il bagno.
È tempo che laggiù il re sia atteso.

(Guarda verso la scena a sinistra)

Avanti alla lettiga che lo porta,
gli apparitori a noi già vedo appressarsi!

(Entrano due Cavalieri che vengono dalla rocca)

Salute a voi! Come sta oggi Amfortas?
Assai per tempo egli aspira al bagno;
l'erba salutifera che Gawan
con astuzia e ardire cli ha conquistata,
gli avrà, penso, portato lenimento?
IL SECONDO CAVALIERE

Questo tu pensi, che pur tutto sai?
Sol più cocenti sono a lui tornati,
subito dopo i dolori: -
insonne dal fiero strazio,
ha comandato impaziente il bagno.
GURNEMANZ
(abbassando tristemente il capo)

Noi pazzi, che speriamo lenimento
dove un solo rimedio può lenire!
Di tutte l'erbe, di tutti i filtri cercate;
via per il mondo andate pure a caccia;
gli gioverà una cosa soltanto -
soltanto quell'Uno!
SECONDO CAVALIERE

Diccene dunque il nome!
GURNEMANZ
(evasivamente)

Provvedete al bagno!
(I due Scudieri si sono volti verso il fondo e guardano verso destra.)
SECONDO SCUDIERO

Vedete laggiù la cavalcatrice selvaggia?
PRIMO SCUDIERO

Ehi!
Come alla rozza del diavolo va la criniera al vento!
SECONDO CAVALIERE

Ah! Kundry laggiù
PRIMO CAVALIERE

Porterà certo un'importante nuova?

SECONDO SCUDIERO

La rozza barcolla.
PRIMO SCUDIERO

È venuta in volo per l'aria?
SECONDO SCUDIERO

Ora ella striscia al suolo.
PRIMO SCUDIERO

E va spazzando, con la criniera, l'erba.
(Tutti guardano vivamente verso destra.)
SECONDO CAVALIERE

Ecco che balza la selvaggia a terra!
(Kundry entra a precipizio, quasi barcollando. Porta un rude vestito, molto succinto. Una cintura di pelle di serpente le pende per lungo tratto; capelli neri svolazzanti in trecce sciolte; colore del viso bruno-rossastro scuro; occhi neri pungenti, di quando in quando selvaggiamente lampeggianti; spesso come d'una rigidezza di morte e immobili. - Ella si affretta verso Gurnemanz e gli passa premurosamente un piccolo vaso di cristallo)
KUNDRY

Ecco, prendi! - Balsamo...
GURNEMANZ

Di dove l'hai portato?
KUNDRY

Di lontano più che tu non possa pensare.
Se il balsamo non giova
custodisce l'Arabia
allora, nulla più per la sua salute. -
Altro non domandare! Son stanca.

(Si getta al suolo)
(Un corteo di Scudieri e Cavalieri che portano e accompagnano la lettiga, sulla quale Amfortas giace disteso, giunge dalla sinistra sul palcoscenico. - Gurnemanz, distogliendosi da Kundry, s'è voltato subito verso i sopravvenienti)
GURNEMANZ
(Mentre il corteo arriva sul palcoscenico)

S'avvicina; lo portano a spalla. -
Ahimè! Come sopporto nell'animo,
che, nel fiore superbo della sua virilità
il signore della stirpe più vittoriosa,
servo io lo veda del suo male! -

(agli Scudieri)

Piano! Sentite: il re geme. -
(Gli Scudieri s'accostano e depongono a terra la lettiga.)
AMFORTAS
(Si alza un poco)

Così va bene! - Grazie! - Un poco di riposo.
Dopo una notte selvaggia di dolore,
la selva, ora, in mattutino splendore!
Nel lago sacro
bene anche me l'onda conforterà:
s'incanterà il male, -
si schiarirà la notte dolorosa.
Gawan!
SECONDO CAVALIERE

Signore, Gawan non ha posto indugio
perché la forza dell'erba sua salutare,
per quanto a fatica raggiunta,
pur deluse la tua speranza,
a nuova ricerca via s'è lanciato.
AMFORTAS

Senza licenza? - Possa egli espiare,
che i comandamenti del Gral male egli osserva!
Oh guai a lui, al temerario ardito,
se nei lacci di Klingsor andrà a cadere! -
La pace dunque a me sessuno turbi!
Io attendo colui che a me fu destinato: -
"Per compassione sapiente" -
non era così?
GURNEMANZ

Così a noi tu lo dicesti. -
AMFORTAS

"il puro folle" -:
Mi sembra di riconoscerlo:
potessi io col nome di morte chiamarlo! -
GURNEMANZ
(porgendo ad Amfortas
la fialetta di Kundry)

Prima tuttavia tenta ancora con questa!
AMFORTAS
(osservandola)

Donde viene questa fiala misteriosa?
GURNEMANZ

Dall'Arabia ti è stata portata.
AMFORTAS

E chi l'ha procurata?
GURNEMANZ

Quella stessa laggiù, donna selvaggia. -
Su Kundry, vieni!
(Ella rifiuta e rimane a terra.)
AMFORTAS

Tu Kundry? -
Ancora una volta devo ringraziare
te, ritrosa fanciulla infaticata?
Orsù,
il balsamo dunque proverò ancora:
non fosse che per render grazie alla tua fede. -
KUNDRY
(dimenandosi a terra
inquieta e furiosa)

Nessun grazie! - Ah, ah! A che potrà servire? -
Nessun grazie! Via, via! - al bagno!
(Amfortas dà il segnale della partenza; il corteo si allontana verso la bassura dello sfondo. - Rimandono Gurnemanz, che segue rattristato con lo sguardo e Kundry, che continua a giacere a terra. - Scudieri vanno e vengono.)
TERZO SCUDIERO
(giovane)

Ehi, costà!
Perché giaci costà come bestia selvaggia?
KUNDRY

Forse che sacre non son qui le bestie?
TERZO SCUDIERO

Sì; ma se tu sacra sia,
noi per l'appunto ancora non sappiamo.
QUARTO SCUDIERO
(giovane anche lui)

Col suo filtro incantato, io credo,
manderà il maestro all'ultima rovina.
GURNEMANZ

Hm! - V'ha mai fatto male?
Quando tutti perplessi se ne stanno,
come ai fratelli in guerra nei paesi più lontani
inviare si possono messaggi,
e voi stessi sapete solo a stento dove? -
chi, prima ancora che ve n'accorgiate appena,
se ne va e torna allora in volo, a precipizio,
all'ambasciata adempiendo, con fede e con fortuna?
Non siete voi a nutrirla - né a voi ella mai s'avvicina:
nulla ha con voi in comune;
eppure, se in pericolo si tratta d'aiutare,
l'ardor quasi per aria la trasporta;
ella, che mai poi d'un grazie vi sollecita.
Se questo è danno, io penso,
pur a vantaggio vostro esso è tornato.
TERZO SCUDIERO

Però ci odia. -
Vedi un poco, come maligna di laggiù ci guarda!
QUARTO SCUDIERO

È una pagana, un'incantatrice.
GURNEMANZ

Sì, può essere una maledetta.
Qui ella oggi vive, -
forse con nuovo spirito,
ad espiare colpa di vita anteriore,
che a lei lassù ancor non si perdona.
Se penitenza or fa con tali azioni,
che all'Ordin nostro portino salute,
ella fa bene, e assai sicuramente
ci serve - e se stessa anche aiuta.
TERZO SCUDIERO

Così fors'anche è quella sua colpa antica,
che ci ha portato più di una sciagura?
GURNEMANZ
(riflettendo)

Sì, quando spesso a lungo ci è rimasta lontana,
sventura sempre addosso c'è piombata.
Che se da lungo tempo io la conosco; -
da tempo ancor più lungo è nota a Titurel.
Ei la trovò, mentre lassù la rocca costruiva,
dormiente qui nell'intrico della selva, -
rigida, esanime, qual morta.
Così l'ho io stesso ultimamente trovata;
ch'era accaduta appena la sventura,
da quel maligno d'oltre i monti
a noi con sì grande ignominia portata.

(a Kundry)

Ehi, tu! - Ascoltami e dimmi:
dove mai te n'andresti allora errando,
che perdette la lancia il signor nostro? -

(Kundry tace torvamente)

Perché non fosti tu allor d'aiuto?
KUNDRY

Mai non aiuto.
QUARTO SCUDIERO

Ecco, lo dice lei stessa.
TERZO SCUDIERO

S'ella è sì fida, sì ardita in arme,
mandala in cerca della lancia perduta!
GURNEMANZ
(cupo)

Codesta è altra cosa: -
ad ognuno è impedito. -

(con grande commozione)

O tagliente-taumaturga
santa lancia!
Te io vidi brandire
dalla mano più sacrilega! -

(perdendosi nella rimembranza)

Di quella armato, Amfortas, o troppo ardito,
chi ti potè impedire,
d'abbattere l'incantatore? -
Vicini già al castello - l'eroe ci vien rapito: -
terribilmente bella lo seduce una donna;
inebriato ei giace tra le sue braccia,
di mano gli cade la lancia; -
un grido di morte! - io mi precipito: -
Klingsor di là ridendo si dilegua,
avendo la sacra lancia sottratto.
La fuga del re protessi combattendo;
ma - una ferita gli bruciava al fianco:
è la ferita che mai si chiuderà.
(Il primo e il secondo Scudiero tornano dal lago.)
TERZO SCUDIERO
(a Gurnemanz)

Dunque, conoscesti Klingsor?
GURNEMANZ
(ad ambedue gli scudieri
che tornano)

Come sta il re?
PRIMO SCUDIERO

L'ha refrigerato il bagno.
SECONDO SCUDIERO

Al balsamo ha ceduto il dolore.
GURNEMANZ
(tra sé, dopo qualche silenzio)

È la ferita che non si chiuderà! -
TERZO SCUDIERO

Però, piccolo padre, di' e insegnaci a punto
tu conoscesti Klingsor: - com'è avvenuto?
(Il terzo e quarto Scudiero si sono infine già seduti ai piedi di Gurnemanz; gli altri due ora li imitano, mettendosi in loro compagnia sotto l'albero)
GURNEMANZ

Titurel, il pio eroe,
ei ben lo conobbe.
Poiché a lui, quando di fieri nemici l'astuzia e il potere
il regno della pura fede minacciarono,
a lui s'inchinarono, in sacra austera notte,
del Salvatore un tempo gli angeli beati.
Il sacro vaso, la santa augusta coppa,
ond'egli avea nell'Ultima Cena bevuto,
ov'anche il suo divin sangue era in croce fluito,
e insiem la lancia che l'aveva versato, -
di codeste reliquie l'augusto miracoloso tesoro
alla custodia del nostro re essi affidarono.
Alle sante reliquie ei costruì il santuario.
Voi, che al suo servizio vi siete raccolti
su sentieri che nessun peccatore trova,
sapete che soltanto al puro
è dato di unirsi
a quei fratelli, cui ad opere auguste di salvezza,
le miracolose forze del Gral rendono forti.
E però colui ne rimase escluso, del quale voi chiedete,
Klingsor, per quanta dura fatica se ne fosse data.
Di là nella valle egli aveva preso dimora;
oltre quella si stende lussureggiante paese di pagani:
ignoto m'è rimasto quel che egli abbia là peccato;
pur volle egli un giorno espiare, anzi farsi santo.
Impotente ad uccidere in sé stesso il peccato,
su di sé ei portò sacrilega la mano,
cui ora, rivolta verso il Gral,
pieno di spregio il suo custode respinse.
Onde il furore fece poi credere a Klingsor,
che il fatto dell'ignobil sacrifizio
gli potesse giovar a maligno incantamento:
e questo ei trovò.
Il deserto trasformò in giardino di delizie,
dentro vi crescon donne di satanica grazia;
là i cavalieri del Gral ei suole attendere
a mala lussuria e ad orror d'inferno:
preso è colui, cui egli abbia adescato;
molti già ce n'ha portato a perdizione. -
Quando Titurel, d'alta età gravato,
lasciò qui al figlio signoria,
non si diè pace Amfortas
per arginar quel crudo incantamento.
Voi lo sapete, come finì la cosa:
la lancia ora è nelle mani di Klingsor;
gli stessi santi con quella ei può ferire,
ed anche il Gral già crede fermo a noi rapito!
(Kundry s'è spesso rivoltata con selvaggia inquietudine.)
QUARTO SCUDIERO

Dunque prima d'ogni cosa a noi ritorni la lancia!
TERZO SCUDIERO

Ah! Chi la portasse, gli tornerebbe a gloria ed a fortuna.
GURNEMANZ
(dopo qualche silenzio)

Davanti al diserto santuario
Amfortas si prostrò con fervida preghiera,
ansioso supplicando un segno di salvezza:
ed ecco dal Gral un divino bagliore fluire;
una sacra apparizione
ora a lui chiaro parla
in rilievo di parole luminose alla vista:
"per compassione sapiente,
il puro folle,
costante attendilo,
cui io ho eletto!"
I QUATTRO SCUDIERI
(fortemente commossi
ripetono il detto)

"Per compassione sapiente,
il puro folle".
(Si odono dal lago grida e chiamate di Cavalieri e Scudieri.)
CAVALIERI E SCUDIERI

Guai! - Guai! - Hoho!
Addosso! - Chi è il sacrilego?
(Gurnemanz e i quattro Scudieri balzano e si voltano spaventati. - Un cigno selvatico giunge con volo stanco, starnazzando, dalla parte del lago. È ferito; gli Scudieri e i Cavalieri lo inseguono sulla scena. Il cigno al termine del suo faticoso volo, cade sfinito al suolo. Il secondo Cavaliere gli ritira la freccia dal petto. - Nel frattempo):
GURNEMANZ

Che succede?
QUARTO SCUDIERO

Laggiù!
TERZO SCUDIERO

Qui!
SECONDO SCUDIERO

Un cigno.
QUARTO SCUDIERO

Un cigno selvatico!
TERZO SCUDIERO

È ferito!
TUTTI I CAVALIERI E SCUDIERI

Ah! Guai! Guai!
GURNEMANZ

Chi ha tirato sul cigno?
IL PRIMO CAVALIERE
(apparendo)

L'aveva il re buon presagio salutato,
quando girava il cigno in cerchio sopra il lago;
ecco volare una saetta...
SCUDIERI E CAVALIERI
(mentre introducono Parsifal,
accennando al suo arco)

È stato lui! Lui ha tirato! E quello è l'arco! -
Ecco la freccia simile alle sue.
GURNEMANZ
(a Parsifal)

Sei stato tu ad abbattere quel cigno?
PARSIFAL

Certo. In volo colpisco quel che vola.
GURNEMANZ

Tu questo hai fatto? E la tua azione non ti turba?
GLI SCUDIERI E CAVALIERI

Punisci il sacrilego!
GURNEMANZ

Opera inaudita!
Hai potuto uccidere, - qui nella foresta sacra,
la cui silente pace t'avvolgeva?
Non ti s'accostarono del bosco mansuete le bestie, -
salutandoti insieme pie ed amiche?
Che mai ti cantavan dai rami gli uccelletti?
Che mai t'ha fatto quel cigno fedele?
In volo s'era alzato la femminella sua a cercare,
per volare con lei sul lago in cerchio,
ch'egli così, stupendo, al bagno consacrava. -
E meraviglia non n'avesti? Solo t'attrasse
a tiro d'arco selvaggio e puerile?
Era a noi caro: a te, ora, a che serve?
Ma guarda dunque! - Qui l'hai colpito;
ancora il sangue si raggruma, - pendono fiacche le ali;
le candide piume macchiate di scuro, -
l'occhio spento - ne scorgi tu lo sguardo?

(Parsifal ha ascoltato
con crescente commozione;
ora spezza l'arco
e getta via le frecce.)

Ti rendi conto del tuo misfatto?

(Parsifal si passa la mano sugli occhi)

Dimmi, ragazzo, riconosci la tua gran colpa?
Come l'hai potuta commettere?
PARSIFAL

Non la sapevo.
GURNEMANZ

Di dove sei?
PARSIFAL

Non lo so.
GURNEMANZ

Chi è tuo padre?
PARSIFAL

Non lo so.
GURNEMANZ

Chi t'ha mandato per questa strada?
PARSIFAL

Non lo so.
GURNEMANZ

Il tuo nome almeno?
PARSIFAL

Molti ne avevo,
ma non ne so più alcuno.
GURNEMANZ

Tutto questo non sai?

(tra sé):

Stupido come costui,
finora ho trovato Kundry soltanto.

(Agli Scudieri, dei quali s'è andato
raccogliendo sempre maggior numero)

Ora andate!
Non trascurate il re nel bagno! - Lesti!
(Gli scudieri sollevano con reverenza il cigno morto su di una bara di rami freschi e si allontanano con quello verso il lago. - Da ultimo rimangono soltanto Gurnemanz, Parsifal e, in disparte, Kundry)
GURNEMANZ
(voltandosi nuovamente verso Parsifal)

Ora dimmi: se non sai nulla di quel che ti domando,
informami almeno di quel che tu sai;
perché qualche cosa devi pur sapere.
PARSIFAL

Ho una madre: si chiama Dolor-di-cuore.
Casa nostra era la selva e la brughiera selvaggia.
GURNEMANZ

Chi ti ha dato l'arco?
PARSIFAL

Da me me lo son fatto,
per cacciar dalla selva le aquile selvagge.
GURNEMANZ

Pure aquilino sembri tu stesso e nobile di stirpe,
perché non fece a te tua madre
apprendere armi migliori?
KUNDRY
(che, durante la narrazione fatta
da Gurnemanz dei casi di Amfortas, si è
spesso rivolta con selvaggia inquietudine,
ma ora pur restando a giacere all'angolo
della foresta, ha fissato lo sguardo
tagliente su Parsifal, appena Parsifal tace,
grida dal suo posto con voce aspra):

La madre partorì il "senza padre"
quando [il padre] fu ucciso in campo Gamuret;
da simile eroica morte precoce
per salvare il figlio, straniato dalle armi
lo educò qual folle in solitudine - la folle!

(ride)
PARSIFAL
(che ha ascoltato con intensa attenzione)

Sicuro! E un giorno al limite del bosco,
a cavallo di bei destrieri,
passarono uomini tutti lucenti.
Volli loro somigliare:
risero, e via di galoppo.
E io corsi loro dietro, ma non potei raggiungerli;
m'aggirai per luoghi selvaggi, su e giù per monti e per vallate,
e spesso fu notte, e poi giorno di nuovo:
l'arco mi dovette servire
contro fiere e giganti. -
(Kundry s'è alzata accostandosi ai due uomini.)
KUNDRY
(con passione)

Sicuro! La sua forza colpì giganti e masnadieri;
ebbero tutti paura del terribile fanciullo.
PARSIFAL
(meravigliato)

Chi ha avuto paura di me? Dimmi!
KUNDRY

I cattivi.
PARSIFAL

Quelli che mi minacciavano erano cattivi?

(Gurnemanz ride)

Chi è buono?
GURNEMANZ
(nuovamente serio)

Tua madre, cui tu sfuggisti,
ed or per te s'affanna e si tormenta.
KUNDRY

Il suo tormento è finito: sua madre è morta.
PARSIFAL
(con profondo terrore)

Morta? - Mia madre? - Chi lo dice?
KUNDRY

Passai vicino a cavallo e la vidi morire:
e mi lasciò che te, folle, salutassi.
(Parsifal balza furioso su Kundry e l'afferra per la gola)
GURNEMANZ
(trattenendolo)

Frenetico fanciullo! Ancora violenza?

(Dopo che Gurnemanz ha liberato
Kundry, Parsifal rimane a lungo
come sbalordito, poi vien preso
da un violento tremore)

Che ti ha fatto quella donna? Ti ha detto il vero;
poiché mai mente Kundry, benché assai abbia veduto.
PARSIFAL

Svengo! -
(Kundry appena s'è resa conto dello stato di Parsifal, è corsa subito ad una fonte silvestre. Ora porta acqua dentro un corno e prima ne spruzza Parsifal, poi gli dà da bere)
GURNEMANZ

Così va bene! Così, secondo la grazia del Gral:
respinge il male chi col bene lo compensa.
KUNDRY
(distogliendo tristemente il viso)

Bene non ne ho mai fatto: - riposo soltanto io voglio,

(Mentre Gurnemanz si dà paternamente
da fare intorno a Parsifal,
Kundry inosservata da tutti e due
si trascina verso una macchia)

solo riposo, ah! alla persona stanca!
Dormire! Oh! nessuno mi svegli!

(trasalendo spaurita)

No! Non dormire! - L'orrore mi prende!

(Presa da un violento tremore,
lascia cadere stanca le braccia,
china profondamente il capo
e se ne va sfinita barcollando)

Inutile difesa! È giunto il tempo. -

(Si osserva movimento dalla parte
del lago; nello sfondo è visibile
il corteo dei Cavalieri e degli Scudieri,
che si avvia con la lettiga verso la rocca)

Dormire - Dormire -: io debbo. -

(Stramazza convulsa dietro la macchia
e rimane d'ora in poi inosservata)
GURNEMANZ

Dal bagno il re a casa se ne torna;
alto sta il sole:
or lascia che a pia agape ti guidi;
giacché, se tu sei puro,
ti donerà il Gral bevanda e nutrimento.

(S'è posto il braccio di Parsifal
dolcemente intorno al collo,
cingendo del braccio proprio
la persona di lui. E così
lo accompagna con passo molto lento)
PARSIFAL

Chi è il Gral?
GURNEMANZ

Questo non si dice;
però se sei tu stesso a lui eletto,
non andrà per te sua conoscenza perdute.
E vedi! -
Mi sembra d'averti ben riconosciuto:
al Gral via non è, che conduca attraverso il paese:
nessuno mai percorrerla potrebbe,
che egli stesso non volesse guidare.
PARSIFAL

Cammino appena, -
eppur mi sembra già d'esser lontano.
GURNEMANZ

Tu vedi, figlio mio,
spazio qui diventa il tempo.
(A poco per volta, mentre Gurnemanz e Parsifal sembrano camminare, la scena si cambia insensibilmente da sinistra verso destra. Scompare così la foresta. Una porta, che s'apre nelle pareti della roccia, accoglie ora tutti e due. Poi si fanno nuovamente visibili su per sentieri in salita, che hanno l'apparenza di percorrere. - Lunghi squilli di tromba ondeggiano miti per l'aria. Concerto di campane che s'avvicina. - Finalmente sono giunti in una gran sala, che si perde verso l'alto in una cupola assai elevata, per la quale soltanto penetra la luce. - Dall'alto, sopra la cupola, si ode un crescente scampanio)
GURNEMANZ
(volgendosi a Parsifal,
che se ne sta come incantato)

Ora stai bene attento e lasciami vedere:
se tu sei folle e puro,
qual sapere ti può mai esser destinato.
(A ciascuno dei due lati del fondo, viene aperta una gran porta. Dalla destra entrano i Cavalieri del Gral in solenne corteo, e, durante il canto che segue, si dispongono in fila a poco per volta, presso due lunghe tavole apparecchiate. Esse sono messe in modo che, correndo parallele dall'indietro verso l'avanti, lasciano libero il mezzo della sala. Su di loro, nessun piatto; coppe soltanto.)
I CAVALIERI DEL GRAL

Volto all'ultima agape,
giorno per giorno apprestata,

(Un corteo di Scudieri,
diretti verso il fondo,
traversa la scena con passo affrettato)

sia pur la volta ultima,
ch'oggi quella lo ristori, -

(Un secondo corteo di Scudieri
attraversa la sala)

chiunque di buona opera s'allieta,
l'agape gli sia rinnovata:
ei può accostarsi al ristoro,
e il divin dono ricevere.
(I Cavalieri adunati si dispongono alle mense.)
VOCI DEGLI ADOLESCENTI
(si sentono da mezza altezza
della cupola)

Pei mondi peccatori,
con mille dolori,
come un giorno fu il suo sangue versato;
così per l'eroe redentore,
ora sia con lieto cuore
il mio sangue versato:
il corpo ch'Ei ci offerse a salvezza,
viva dentro noi per la sua morte.
(Dalla porta opposta, viene portato a spalla da Scudieri e fratelli serventi, su di una lettiga, Amfortas. Davanti a lui camminano quattro fanciulli, che portano uno scrigno velato da un panno rosso porpora. Questo corteo si porta verso il mezzo dello sfondo, dove, coperto da un baldacchino, sta eretto un alto giaciglio, sul quale Amfortas, calato dalla lettiga, viene deposto. Davanti ad esso, sta una tavola di marmo a foggia d'altare abbastanza lunga, sulla quale i fanciulli depongono lo scrigno velato)
VOCI DI FANCIULLI
(dal sommo della cupola)

La fede vive;
si libra la colomba,
del Salvator soave messaggera:
del vino bevete
che per voi fluisce,
e del Pane di vita vi nutrite!
(Quando il canto è cessato e tutti i Cavalieri hanno preso il loro posto alle tavole, si fa un silenzio alquanto lungo. - Dal fondo estremo, proveniente da una nicchia ad arco dietro il giaciglio di Amfortas, si ode la voce di Titurel, come se prorompesse da una tomba)
TITUREL

Figlio mio Amfortas, sei tu pronto al rito?

(lungo silenzio)

Potrò io oggi ancora vedere il Gral e vivere?

(lungo silenzio)

Debbo morire senza la guida del salvatore?
AMFORTAS
(alzandosi a metà in un accesso
di straziante disperazione)

Ahimè! Ahimè! Quale tortura!
Padre mio, oh una volta ancora
adempi tu al rito!
Vivi, vivi e lasciami morire!
TITUREL

Nella tomba io vivo per benignità del Signore,
ma troppo, per servirlo, io sono debole.
Tu espia nell'ufficio la tua colpa!
Scoprite il Gral!
AMFORTAS
(insorgendo contro i fanciulli)

No, lasciatelo velato! Oh!
Come nessuno, nessuno misura lo strazio,
che la vista mi desta per voi estasiante! -
Che cos'è la ferita, del dolor suo il furore,
contro il tormento, la pena dell'inferno,
d'essere a questo rito - condannato!
Doloroso retaggio, cui io sono votato,
io, peccatore unico fra tutti:
[dovere] ministrar l'augusto santuario,
ed invocar sui puri la sua benedizione!
O punizione! Punizione senza eguali,
ahimè, del regno della Grazia offeso!

Verso di quello, verso il suo sacro saluto,
io debbo struggermi aspirando;
da pena salutifera del mio animo profondo
a Lui debbo arrivare.
L'ora s'appressa: -
un raggio luminoso scende sulla sacra coppa:
il velo cade.

(Con lo sguardo fisso innanzi a sé)

Del sacro vaso il divino contenuto
s'infoca forte fulgendo;
trafitto dallo spasimo di una suprema gioia,
la fonte di quel sangue sacrosanto,
io già la sento nel mio cuore fluire.
L'onda del mio proprio sangue peccatore
in fuga folle,
deve allora in me stesso refluire,
nel mondo delle peccaminose mie brame
con terrore selvaggio traboccare.
Ed ecco nuovamente la porta forzare,
onde a torrenti ora s'effonde,
qui, attraverso questa ferita, simile alla Sua,
inferta dal colpo della medesima lancia,
che in croce aperse ferita al Redentore.
Attraverso di quella, con lagrime di sangue,
pianse il Divino per l'onta dell'Umano,
in santo sospirar di compassione. -
E da quella ora a me, in luogo santo tra i santi,
a me, ministro dei beni più divini,
di redentore balsamo custode,
sgorga il cocente sangue peccatore,
da quella fonte di brame sempre rinnovato,
che penitenza alcuna ah! mai non fermerà!
Pietà! Pietà!
D'ogni pietà Signore! Ah! Pietà!
Il mio retaggio prendimi,
chiudi la mia ferita,
santo possa io morire,
puro risani in te!

(Cade rovescio, come privo di sensi)
FANCIULLI E ADOLESCNTI
(da mezza altezza)

"Per compassione sapiente,
il puro folle:
costante attendilo,
cui io ho eletto".
I CAVALIERI
(sommessamente)

Così ti fu promesso:
Sicuro attendi;
adempi oggi al rito!
VOCE DI TITUREL

Scoprite il Gral!
(Amfortas si solleva lentamente e a fatica. I fanciulli scoprono lo scrigno d'oro, ne traggono il "Gral" [un'antica coppa di cristallo], dal quale tolgono parimenti un velo e lo pongono davanti ad Amfortas)
VOCI
(dall'alto)

"Prendete il mio corpo,
prendete il mio sangue
per amor nostro!".
(Mentre Amfortas si curva devotamente e con muta preghiera sul calice, una sempre più fitta ombra crepuscolare si diffonde nella sala)
FANCIULLI
(Dall'alto;
comincia l'oscurità più completa)

"Prendete il mio sangue,
prendete il mio corpo,
perché vi ricordiate di me"
(Un raggio abbagliante scende dall'alto sulla coppa, la quale rifulgendo sempre più forte di luce purpurea, raggia tutto intorno un mite chiarore. Amfortas con viso trasfigurato solleva in alto il "Gral" e lo volge dolcemente da tutte le parti; dopo di che, benedice pane e vino. Già al diffondersi dell'ombra crepuscolare, tutti sono caduti in ginocchio, ed ora sollevano devotamente lo sguardo verso il "Gral")
VOCE DI TITUREL

Oh, santa delizia,
come chiaro ci saluta oggi il Signore!
(Amfortas depone nuovamente il "Gral", che va sempre più impallidendo, mentre la profonda oscurità crepuscolare nuovamente scompare. Quindi i fanciulli rinchiudono nuovamente il vaso nello scrigno, velando quest'ultimo come prima. - Col riapparire della precedente luce del giorno, i quattro fanciulli, dopo avere chiuso lo scrigno, prendono dalla tavola a foggia di altare, le due anfore del vino e i due cesti di pane, che Amfortas ha in precedenza benedetto col volgere sopra di loro la coppa del "Gral", distribuiscono il pane ai Cavalieri e riempiono di vino le coppe che stanno loro davanti. I Cavalieri si seggono all'agape. E così anche Gurnemanz, il quale tiene un posto vuoto presso di sé, e con un cenno invita Parsifal a partecipare all'agape stessa. Ma Parsifal rimane in disparte in piedi, rigido e muto, come del tutto straniato)
(Durante l'agape canto alterno)
VOCI DI FANCIULLI
(dall'alto)

Vino e Pane dell'Ultima Cena
un giorno trasmutò il Signore del Gral
per forza d'amorosa compassione,
nel sangue ch'Egli effuse,
nel corpo ch'Egli offerse.
VOCI DI ADOLESCENTI
(da mezza altezza della cupola)

Sangue e corpo del dono divino
oggi a vostro conforto tramuta
consolante uno spirito d'amore,
in quel vino, che per voi ora è fluito,
in quel pane, che oggi voi mangiate.
I CAVALIERI
(Primo semicoro)

Prendete del pane,
mutatelo arditi
in forza e in vigore di corpo;
fedeli fino alla morte,
e saldi ad ogni fatica,
del Salvatore l'opre ad operare!

(Secondo semicoro)

Prendete del vino,
tramutatelo
in fuoco ed in sangue di vita,

(entrambi i semicori)

lieti e congiunti
con fede fraterna
a battagliar con animo beato!
(I Cavalieri si sono alzati; avanzano gli uni verso gli altri dalle due parti, e durante quel che segue, si abbracciano)
TUTTI I CAVALIERI

Beati nella fede!
Beati nell'amore!
ADOLESCENTI
(da media altezza della cupola)

Beati nell'amore!
FANCIULLI
(dal sommo della cupola)

Beati nella fede!
(Durante l'agape, alla quale non ha partecipato, Amfortas, uscendo dalla sua esaltazione, s'è a poco per volta nuovamente abbattuto. China il capo e tiene la mano sulla ferita. I fanciulli gli si avvicinano; i loro gesti accennano al nuovo sanguinare della ferita. Premurosi si stringono ad Amfortas e lo accompagnano nuovamente alla lettiga. Mentre tutti si dispongono alla partenza, portan via nuovamente lui e il sacro scrigno, nello stesso ordine col quale sono venuti. I Cavalieri si ordinano egualmente in corteo solenne e abbandonano lentamente la sala, dalla quale la luce del giorno che v'era prima, a poco a poco scompare. Fanciulli attraversano nuovamente la sala a passi affrettati. Nuovo concerto di campane.)
(Parsifal, nei momenti più strazianti dei gridi lanciati poco prima da Amfortas, aveva con gesto impetuoso portato la mano sul cuore, tenendolo stretto per certo tempo, spasmodicamente. Ora se ne sta ancora in piedi immobile, come irrigidito. - Quando gli ultimi Cavalieri e Scudieri hanno abbandonato la sala e le porte sono nuovamente chiuse, Gurnemanz s'accosta stizzito a Parsifal e lo scuote per il braccio)
GURNEMANZ

Che te ne stai ancora costà?
Sai quel che hai tu veduto?
(Parsifal si stringe spasmodicamente la mano sul cuore e scuote leggermente il capo)
GURNEMANZ
(adiratissimo)

Davvero, altro che folle non sei!

(Apre una stretta porta laterale)

Fuori, fuori, per la tua strada!
Gurnemanz però ti dà un consiglio:
lascia qui, d'ora in poi, i cigni in pace,
e cércati per te, papero, l'oca!

(Spinge fuori Parsifal, e incollerito,
gli sbatte dietro l'uscio con forza)
UNA VOCE
(dall'alto)

"Per compassione sapiente
il puro folle!".
VOCI
(che vanno morendo dall'alto)

Beato nella fede!
(Mentre Gurnemanz segue i Cavalieri, cala la tela)

ZWEITER AUFZUG

Klingsors Zaubershloss.
Im inneren Verliesse eines nach oben offenen Turmes. Steinstufen führen nach dem Zinnenrande der Turmmauer; Finsternis in der Tiefe, nach welcher es von dem Mauervorsprunge, den der Boden darstellt, hinabführt. Zauberwerkzeuge und nekromantische Vorrichtungen
KLINGSOR
(auf dem Mauervorsprunge zur Seite,
vor einem Metallspiegel sitzend)

Die Zeit ist da. -
Schon lockt mein Zauberschloss den Toren,
den kindisch jauchzend, fern ich nahen seh'. -
Im Todesschlafe hält der Fluch sie fest,
der ich den Krampf zu lösen weiss. -
Auf denn! Ans Werk!

(Er steigt, der Mitte zu, etwas tiefer hinab
und entzündet dort Räucherwerk, welches
alsbald einen Teil des Hintergrundes mit
einem bläulichen Dampfe erfüllt. Dann
setzt er sich wieder vor die Zauberwerkzeuge
und ruft, mit geheimnisvollen
Gebärden, nach dem Abgrunde.)

Herauf! Herauf! Zu mir!
Dein Meister ruft dich Namenlose,
Urteufelin, Höllenrose!
Herodias warst du, und was noch?
Gundryggia dort, Kundry hier:
Hieher! Hieher denn! Kundry!
Dein Meister ruft: herauf!

(In dem bläulichen Lichte steigt
Kundrys Gestalt herauf. Sie scheint
schlafend. Sie macht die Bewegung
einer Erwachenden. Sie stösst
einen grässlichen Schrei aus.)

Erwachst du? Ha!
Meinem Banne wieder
verfallen heut du zur rechten Zeit.

(Kundry lässt ein Klagegeheul,
von grösster Heftigkeit bis zu
bangem Wimmern sich
abstufend, vernehmen.)

Sag', wo triebst du dich wieder umher?
Pfui! dort bei dem Rittergesipp',
wo wie ein Vieh du dich halten lässt?
Gefällt dir's bei mir nicht besser? -
Als ihren Meister du mir gefangen -
haha! - den reinen Hüter des Grales,
was jagte dich da wieder fort?
KUNDRY
(rauh und abgebrochen,
wie im Versuche,
wieder Sprache zu gewinnen)

Ach! - Ach!
Tiefe Nacht...
Wahnsinn... Oh! - Wut...
Ach! Jammer!
Schlaf... Schlaf...
tiefer Schlaf... Tod!
KLINGSOR

Da weckte dich ein andrer? He?
KUNDRY
(wie zuvor)

Ja... Mein Fluch!
Oh! - Sehnen... Sehnen!
KLINGSOR

Haha! dort nach den keuschen Rittern?
KUNDRY

Da... da... dient' ich.
KLINGSOR

Ja, ja, den Schaden zu vergüten,
den du ihnen böslich gebracht?
Sie helfen dir nicht:
feil sind sie alle,
biet' ich den rechten Preis;
der festeste fällt,
sinkt er dir in die Arme,
und so verfällt er dem Speer,
den ihrem Meister selbst ich entwandt. -
Den Gefährlichsten gilt's nun heut zu bestehn:
ihn schirmt der Torheit Schild.
KUNDRY

Ich - will nicht! - Oh... Oh!...
KLINGSOR

Wohl willst du, denn du musst.
KUNDRY

Du... kannst mich... nicht... halten.
KLINGSOR

Aber dich fassen.
KUNDRY

Du?...
KLINGSOR

Dein Meister.
KUNDRY

Aus welcher Macht?
KLINGSOR

Ha! - Weil einzig an mir
deine Macht nichts vermag.
KUNDRY
(grell lachend)

Haha! - Bist du keusch?
KLINGSOR
(wütend)

Was frägst du das, verfluchtes Weib? -

(Er versinkt in finstres Brüten)

Furchtbare Not! -
So lacht nun der Teufel mein,
dass einst ich nach dem Heiligen rang?
Furchtbare Not!
Ungebändigten Sehnens Pein,
schrecklichster Triebe Höllendrang,
den ich zum Todesschweigen mir zwang,
lacht und höhnt er nun laut
durch dich, des Teufels Braut?
Hüte dich!
Hohn und Verachtung büsste schon einer:
der Stolze, stark in Heiligkeit,
der einst mich von sich stiess:
sein Stamm verfiel mir,
unerlöst
soll der Heiligen Hüter mir schmachten,
und bald - so wähn' ich -
hüt' ich mir selbst den Gral. -
Haha!
Gefiel er dir wohl, Amfortas, - der Held, -
den ich dir zur Wonne dir gesellt?
KUNDRY

Oh! Jammer! Jammer!
Schwach auch er! - Schwach - alle!...
Meinem Fluche mit mir
alle verfallen! -
Oh, ewiger Schlaf,
einziges Heil, -
wie, - wie dich gewinnen?
KLINGSOR

Ha! Wer dir trotzte, löste dich frei:
versuch's mit dem Knaben, der naht!
KUNDRY

Ich will nicht!
KLINGSOR
(steigt hastig auf die Turmmauer)

Jetzt schon erklimmt er die Burg.
KUNDRY

Oh! - Wehe! Wehe!
Erwachte ich darum?
Muss ich? Muss? -
KLINGSOR
(hinabblickend)

Ha! - Er ist schön, der Knabe!
KUNDRY

Oh! - Oh! - Wehe mir! -
KLINGSOR
(stösst, nach aussen gewandt, in ein Horn)

Ho! - Ihr Wächter! Ho! Ritter!
Helden! - Auf! - Feinde nah!

(Aussen wachsendes Getöse
und Waffengeräusch)

Ha! Wie zur Mauer sie stürmen,
die betörten Eigenholde,
zum Schutz ihres schönen Geteufels! -
So! Mutig! Mutig!
Haha! Der fürchtet sich nicht:
dem Helden Ferris entwand er die Waffe,
die führt er nun freislich wider den Schwarm

(Kundry gerät in unheimliches ekstatisches
Lachen bis zu krampfhaftem Wehegeschrei.)

Wie übel den Tölpeln der Eifer gedeiht!
Dem schlug er den Arm, - jenem den Schenkel!
Haha! Sie weichen! Sie fliehen.

(Kundry verschwindet. Das bläuliche Licht
ist erloschen, volle Finsternis in der Tiefe,
wogegen glänzende Himmelsbläue über
der Mauer.)

Seine Wunde trägt jeder nach heim! -
Wie das ich euch gönne! -
Möge denn so das ganze Rittergezücht
unter sich selber sich würgen!
Ha! Wie stolz er nun steht auf der Zinne!
Wie lachen ihm die Rosen der Wangen,
da kindisch erstaunt
in den einsamen Garten er blickt!
He! Kundry!...

(Er wendet sich nach der Tiefe
des Hintergrundes um. -
Da er Kundry nicht erblickt:)

Wie? Schon am Werk? -
Haha! Den Zauber wusst' ich wohl,
der immer dich wieder zum Dienst mir gesellt!

(Sich wieder nach aussen wendend)

Du da, - kindischer Spross!
Was auch
Weissagung dich wies,
zu jung und dumm
fielst du in meine Gewalt:
die Reinheit dir entrissen,
bleibst mir du zugewiesen!
(Er versinkt schnell mit dem ganzen Turme; zugleich steigt der Zaubergarten auf und erfüllt die Bühne ganzlich. Tropische Vegetation, üppigste Blumenpracht; nach dem Hintergrunde zu Abgrenzung durch die Zinne der Burgmauer, an welche sich seitwärts Vorsprünge des Schlossbaues selbst, [arabischen reichen Stiles] mit Terrassen anlehnen.

Auf der Mauer steht Parsifal, staunend in den Garten hinabblickend. - Von allen Seiten her, zuerst aus dem Garten, dann aus dem Palaste, stürzen wirr durcheinander, einzeln, dann zugleich immer mehrere, schöne Mädchen herein: sie sind mit flüchtig übergeworfenen, zartfarbigen Schleiern verhüllt, wie soeben aus dem Schlafe aufgeschreckt.)
MÄDCHEN
(vom Garten kommend)

Hier war das Tosen,
Waffen, wilde Rüfe!
MÄDCHEN
(vom Schlosse heraus)

Wer ist der Frevler?
Wo ist der Frevler?
Auf zur Rache!
EINZELNE

Mein Geliebter verwundet.
ANDERE

Wo find' ich den meinen?
ANDERE

Ich erwachte alleine!
Wohin entfloh'n sie?
IMMER ANDERE

Drinnen im Saale!
Wehe! Wir sah'n sie
mit blutender Wunde.
Auf, ihnen zur Hilfe!
Wer ist der Feind?

(Sie gewahren Parsifal
ind zeigen auf ihn)

Da steht er!
Seht ihn dort, steht ihn dort!
Meines Ferris Schwert
in seiner Hand!
Meines Liebsten Blut
hab ich erkannt.
Ich sah's, der stürmte die Burg!
Ich hörte des Meisters Horn.
Mein Held lief herzu,
sie alle kamen, doch jeden
empfing seine Wehr.
Der schlug meinen Liebsten.
Mir traf er den Freund.
Noch blutet die Waffe!
Du dort! Du dort!
Was schufst du uns solche Not?
Verwünscht, verwünscht sollst du sein!
(Parsifal springt etwas tiefer in den Garten herab)
DIE MÄDCHEN
(weichen jäh zurück)

Ha, Kühner! Wagst du zu nahen?
Was schlugst du unsre Geliebten?
PARSIFAL
(hält voll Verwunderung an)

Ihr schönen Kinder, musst' ich sie nicht schlagen?
Zu euch, ihr Holden, ja wehrten sie mir den Weg.
MÄDCHEN

Zu uns wolltest du?
Sahst du uns schon?
PARSIFAL

Noch nie sah ich solch zieres Geschlecht:
nenn' ich euch schön, dünkt euch das recht?
DIE MÄDCHEN
(von Verwinderung
in Heiterkeit übergehend)

So willst du uns wohl nicht schlagen?
PARSIFAL

Das möcht' ich nicht.
MÄDCHEN

Doch Schaden
schufst du ins grossen und vielen.
du schlugest unsre Gespielen!
Wer spielt nun mit uns?
PARSIFAL

Das tu' ich gern.
(Die Mädchen, von Verwunderung in Heiterkeit übergegangen, brechen jetzt in ein lustiges Gelächter aus. - Während Parsifal immer näher zu den aufgeregten Gruppen tritt, entweichen unmerklich die Mädchen der ersten Gruppe und des ersten Chores hinter die Blumenhäge, um ihren Blumenschmuck zu vollenden.)
DIE MÄDCHEN
(zweite Gruppe und zweiter Chor)

Bist du uns hold, so bleib nicht fern!
Und willst du uns nicht schelten,
wir werden dir's entgelten:
Wir spielen nicht um Gold,
wir spielen um Minnes Sold:
willst auf Trost du uns sinnen,
sollst den du uns abgewinnen!
(Die Mädchen der ersten Gruppe und des ersten Chores kommen, mit dem Folgenden, ganz in Blumengewändern, selbst Blumen erscheinend, zurück und stürzen sich sofort auf Parsifal.)
DIE GESCHMÜCKTEN MÄDCHEN
(einzeln)

Lasset den Knaben! - Er gehöret mir -
Nein! - Nein! - Mir! - Mir!
DIE ANDERN MÄDCHEN

Ha, die Falschen! - Sie schmückten heimlich sich!

(Diese entfernen sich ebenfalls
und kehren alsbald in gleichem
Blumenschmucke zurück)
DIE MÄDCHEN
(während sie, wie in anmutigem
Kinderspiele, in abwechselndem
Reigen um Parsifal sich drehen und
sanft ihm Wange und Kinn streicheln)

Komm! Komm!
Holder Knabe!
Lass mich dir blühen!
Dir zur Wonn' und Labe
gilt mein minniges Mühen.
PARSIFAL
(heiter, ruhig in der Mitte
der Mädchen)

Wie duftet ihr hold!
Seid ihr denn Blumen?
DIE MÄDCHEN
(immer bald einzeln,
bald mehrere zugleich)

Des Gartens Zier
und duftende Geister
im Lenz pflückt uns der Meister!
Wir wachsen hier
in Sommer und Sonne,
für dich erblühend in Wonne.
Nun sei uns freund und hold,
nicht karge den Blumen den Sold!
Kannst du uns nicht lieben und minnen,
wir welken und sterben dahinnen.
ERSTES MÄDCHEN

An deinen Busen nimm mich!
ZWEITES

Die Stirn lass mich dir kühlen!
DRITTES

Lass mich die Wange dir fühlen!
VIERTES

Den Mund lass mich dir küssen!
FÜNFTES

Nein, ich! Die Schönste bin ich.
SECHSTES

Nein! Ich! Ich dufte süsser!
PARSIFAL
(ihrer anmutigen Zudringlichkeit
sanft wehrend)

Ihr wild holdes Blumengedränge,
soll ich mit euch spielen, entlasst mich der Enge!
MÄDCHEN

Was zankest du?
PARSIFAL

Weil ihr euch streitet.
MÄDCHEN

Wir streiten nur um dich.
PARSIFAL

Das meidet!
ERSTES MÄDCHEN
(zu dem zweiten)

Du lass von ihm; sieh, er will mich.
ZWEITES MÄDCHEN

Nein, mich!
DRITTES

Mich lieber!
VIERTES

Nein, mich!
EINIGE MÄDCHEN
(zu Parsifal)

Du wehrest mir?
ANDERE

Du scheuchest mich fort?
WIEDER ANDERE

Bist du feige vor Frauen?
ANDERE

Magst dich nicht getrauen?
ERSTES MÄDCHEN

Wie schlimm bist du, Zager und Kalter!
Die Blumen lässt du umbuhlen den Falter?
ANDERE MÄDCHEN

Wie ist er zag! Wie ist er kalt!
EINIGE

Weichet dem Toren!
ANDERE

Wir geben ihn verloren.
WIEDER ANDERE

Doch sei er uns erkoren!
VIELE ANDERE

Nein, mir gehört er an!
Nein, uns! - Auch mir!
PARSIFAL
(halb ärgerlich die Mädchen
abscheuchend)

Lasst ab! Ihr fangt mich nicht!
(Er will fliehen, als er aus einem Blumenhage Kundrys Stimme vernimmt und betroffen still steht.)
KUNDRY

Parsifal! - Weile!
(Die Mädche sind erschrocken und haben sich alsbald von Parsifal zurückgehallen)
PARSIFAL

"Parsifal"...?
So nannte träumend mich einst die Mutter.
KUNDRY
(allmählich sichtbar werdend)

Hier weile, Parsifal! -
Dich grüsset Wonne und Heil zumal. -
Ihr kindischen Buhlen, weichet von ihm;
früh welkende Blumen,
nicht euch ward er zum Spiele bestellt!
Geht heim, pfleget der Wunden:
einsam erharrt euch mancher Held.
DIE MÄDCHEN
(zaghaft und widerstebend
sich vom Parsifal entfernend)

Dich zu lassen, dich zu meiden! -
O wehe! O Wehe der Pein!
Von allen möchten gern wir scheiden,
mit dir allein zu sein.
Leb' wohl! Leb' wohl!
Du Holder, du Stolzer,
du - Tor!

(Mit dem letzten sind sie,
unter Gelächter, nach dem
Schlosse zu verschwunden.)
PARSIFAL

Dies alles - hab' ich nun geträumt?
(Er sieht sich schüchtern nach der Seite hin um, von welcher die Stimme kam. Dort ist jetzt, durch Enthüllung des Blumenhages, ein jugendliches Weib von höchster Schönheit - Kundry, in durchaus verwandelter Gestalt - auf einem Blumenlager, in leicht verhüllender, phantastischer Kleidung - annähernd arabischen Stiles - sichtbar geworden.)
PARSIFAL
(noch ferne stehend.)

Riefest du mich Namenlosen?
KUNDRY

Dich nannt' ich, tör'ger Reiner,
"Fal parsi", -
Dich, reinen Toren: "Parsifal".
So rief, als in arab'schem Land er verschied,
dein Vater Gamuret dem Sohne zu,
den er, im Mutterschoss verschlossen,
mit diesem Namen sterbend grüsste;
ihn dir zu künden, harrt' ich deiner hier:
was zog dich her, wenn nicht der Kunde Wunsch?
PARSIFAL

Nie sah ich, nie träumte mir, was jetzt
ich schau', und was mit Bangen mich erfüllt. -
Entblühtest du auch diesem Blumenhaine?
KUNDRY

Nein, Parsifal, du stör'ger Reiner!
Fern - fern - ist meine Heimat. -
Dass du mich fändest, verweilte ich nur hier;
Von weither kam ich, wo ich viel ersah.
Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust,
sein erstes Lallen lacht mir noch im Ohr;
das Leid im Herzen,
wie lachte da auch Herzeleide,
als ihren Schmerzen
zujauchzte ihrer Augen Weide!
Gebettet sanft auf weichen Moosen,
den hold geschläfert sie mit Kosen,
dem, bang in Sorgen
den Schlummer bewacht der Mutter Sehnen,
den weckt' am Morgen
der heisse Tau der Muttertränen.
Nur Weinen war sie, Schmerzgebaren
um deines Vaters Lieb' und Tod;
vor gleicher Not dich zu bewahren,
galt ihr als höchster Pflicht Gebot.
Den Waffen fern, der Männer Kampf und Wüten,
wollte sie still dich bergen und behüten.
Nur Sorgen war sie, ach! und Bangen:
nie sollte Kunde zu dir hergelangen.
Hörst du nicht noch ihrer Klage Ruf,
wann spät und fern du geweilt?
Hei! Was ihr das Lust und Lachen schuf,
wann sie suchend dann dich ereilt;
wann dann ihr Arm dich wütend umschlang,
ward es dir wohl gar beim Küssen bang?
Doch, ihr Wehe du nicht vernahmst,
nicht ihrer Schmerzen Toben,
als endlich du nicht wieder kamst,
und deine Spur verstoben.
Sie harrte Nächt' und Tage,
bis ihr verstummt die Klage,
der Gram ihr zehrte den Schmerz,
um stillen Tod sie warb:
ihr brach das Leid das Herz,
und - Herzeleide - starb. -
PARSIFAL
(immer ernsthafter, endlich furchtbar
betroffen, sinkt, schmerzlich überwältigt,
bey Kundrys Füssen nieder)

Wehe! Wehe! Was tat ich? Wo war ich?
Mutter! Süsse, holde Mutter!
Dein Sohn, dein Sohn musste dich morden?
O Tor! Blöder, taumelnder Tor!
Wo irrtest du hin, ihrer vergessend,
deiner, deiner vergessend?
Traute, teuerste Mutter!
KUNDRY

War dir fremd noch der Schmerz,
des Trostes Süsse
labte nie auch dein Herz:
das Wehe, das dich reut,
die Not nun büsse
im Trost, den Liebe dir beut!
PARSIFAL
(im Trübsinn immer tiefer
sich sinken lassend)

Die Mutter, die Mutter - konnt' ich vergessen!
Ha! Was alles vergass ich wohl noch?
Wes war ich je noch eingedenk?
Nur dumpfe Torheit lebt in mir!
KUNDRY
(immer noch in liegender Stellung
ausgestreckt, beugt sich über
Parsifals Haupt, fasst sanft seine
Stirne und schlingt traulich ihren
Arm um seinen Nacken)

Bekenntnis
wird Schuld in Reue enden,
Erkenntnis
in Sinn die Torheit wenden.
Die Liebe lerne kennen,
die Gamuret umschloss,
als Herzeleids Entbrennen
ihn sengend überfloss!
Die Leib und Leben
einst dir gegeben,
der Tod und Torheit weichen muss,
sie heut
dir heut -
als Muttersegens letzten Gruss -
der Liebe - ersten Kuss!
(Sie hat ihr Haupt völlig über das seinige geneigt und heftet nun ihre Lippen zu einem langen Kusse auf seinen Mund.)
PARSIFAL
(fährt plötzlich mit einer Gebärde des
höchsten Schreckens auf: seine Haltung
drückt eine furchtbare Veränderung aus;
er stemmt seine Hände gewaltsam gegen
sein Herz, wie um einen zerreissenden
Schmerz zu bewältigen;
endlich bricht er aus:)

Amfortas! - -
Die Wunde! - Die Wunde! -
Sie brennt in meinem Herzen.
Oh, Klage! Klage!
Furchtbare Klage!
Aus tiefstem Herzen schreit sie mir auf.
Oh! - Oh! -
Elender!
Jammervollster!
Die Wunde sah ich bluten, -
nun blutet sie in mir! -
Hier - hier!
Nein! Nein! Nicht die Wunde ist es.
Fliesse ihr Blut in Strömen dahin!
Hier! Hier im Herzen der Brand!
Das Sehnen, das furchtbare Sehnen,
das alle Sinne mir fasst und zwingt!
Oh! - Qual der Liebe! -
Wie alles schauert, bebt und zuckt -
in sündigem Verlangen!...

(Während Kundry in Schrecken und
Verwunderung auf Parsifal hinstarrt,
gerät dieser in gänzliche Entrücktheit).
(schauerlich leise)

Es starrt der Blick dumpf auf das Heilgefäss: -
Das heil'ge Blut erglüht: -
Erlösungswonne, göttlich mild,
durchzittert weithin alle Seelen:
nur hier - im Herzen will die Qual nicht weichen.
Des Heilands Klage da vernehm' ich,
die Klage, ach! die Klage
um das entweihte Heiligtum:
"Erlöse, rette mich
aus schuldbefleckten Händen!"
So rief die Gottesklage
furchtbar laut mir in die Seele.
Und ich - der Tor, der Feige?
Zu wilden Knabentaten floh' ich hin!

(Er stürzt verzweiflungsvoll
auf die Knie.)

Erlöser! Heiland! Herr der Huld!
Wie büss ich Sünder meine Schuld?
KUNDRY
(deren Erstaunen in leidenschaftliche
Bewunderung übergeht, sucht
schüchtern sich Parsifal zu nähern)

Gelobter Held! Entflieh dem Wahn!
Blick' auf, sei hold der Huldin Nahn!
PARSIFAL
(immer in gebeugter Stellung, starr
zu Kundry aufblickend, während diese
sich zu ihm neigt und die liebkosenden
Bewegungen ausführt, die er mit dem
Folgenden bezeichnet)

Ja, diese Stimme! So rief sie ihm;
und diesen Blick, - deutlich erkenn' ich ihn, -
auch diesen, der ihm so friedlos lachte;
die Lippe, - ja... so zuckte sie ihm; -
so neigte sich der Nacken, -
so hob sich kühn das Haupt; -
so flatterten lachend die Locken, -
so schlang um den Hals sich der Arm;
so schmeichelte weich die Wange;
mit aller Schmerzen Qual im Bunde,
das Heil der Seele
entküsste ihm der Mund! -
Ha! - Dieser Kuss!

(Er hat sich mit dem letzten
allmählich herhoben, springt
jetzt vollends auf und stösst
Kundry heftig von sich)

Verderberin! Weiche von mir!
Ewig, ewig von mir!
KUNDRY
(in höchster Leidenschaft)

Grausamer! -
Fühlst du im Herzen
nur andrer Schmerzen,
so fühle jetzt auch die meinen!
Bist du Erlöser,
was bannt dich, Böser,
nicht mir auch zum Heil dich zu einen?
Seit Ewigkeiten - harre ich deiner,
des Heilands, ach! so spät,
den einst ich kühn geschmäht. -
Oh! -
Kenntest du den Fluch,
der mich durch Schlaf und Wachen,
durch Tod und Leben,
Pein und Lachen
zu neuem Leiden neu gestählt,
endlos durch das Dasein quält! -
Ich sah - Ihn - Ihn -
und - lachte...
da traf mich - Sein Blick. -
Nun such' ich ihn von Welt zu Welt,
ihm wieder zu begegnen.
In höchster Not -
wähn' ich sein Auge schon nah,
den Blick schon auf mir ruhn: -
da kehrt mir das verfluchte Lachen wieder,
ein Sünder sinkt mir in die Arme!
Da lach' ich - lache,
kann nicht weinen:
nur schreien, wüten,
toben, rasen
in stets erneuter Wahnsinns Nacht,
aus der ich büssend kaum erwacht.
Den ich ersehnt in Todesschmachten,
den ich erkannt', den blöd' Verlachten:
lass mich an seinem Busen weinen,
nur eine Stunde mich dir vereinen,
und, ob mich Gott und Welt verstösst,
in dir entsündigt sein und erlöst!
PARSIFAL

Auf Ewigkeit
wärst du verdammt mit mir
für eine Stunde
Vergessens meiner Sendung
in deines Arms Umfangen!
Auch dir bin ich zum Heil gesandt,
bleibst du dem Sehnen abgewandt.
Die Labung, die dein Leiden endet,
beut nicht der Quell, aus dem es fliesst,
das Heil wird nimmer dir gespendet,
eh' jener Quell sich dir nicht schliesst.
Ein andres ist's - ein andres, ach!
nach dem ich jammernd schmachten sah,
die Brüder dort in grausen Nöten
den Leib sich quälen und ertöten.
Doch wer erkennt ihn klar und hell,
des einz'gen Heiles wahren Quell?
Oh, Elend, aller Rettung Flucht!
Oh, Weltenwahns Umnachten:
in höchsten Heiles heisser Sucht
nach der Verdammnis Quell zu schmachten!
KUNDRY
(in wilder Begeisterung)

So war es mein Kuss,
der welt-hellsichtig dich machte?
Mein volles Liebes-Umfangen
lässt dich dann Gottheit erlangen!
Die Welt erlöse, ist dies dein Amt: -
schuf dich zum Gott die Stunde,
für sie lass mich ewig dann verdammt,
nie heile mir die Wunde!
PARSIFAL

Erlösung, Frevlerin, biet' ich auch dir.
KUNDRY

Lass mich dich Göttlichen lieben,
Erlösung gabst du dann auch mir.
PARSIFAL

Lieb' und Erlösung soll dir werden,
zeigest du
zu Amfortas mir den Weg.
KUNDRY
(in Wut ausbrechend)

Nie - sollst du ihn finden!
Den Verfall'nen, lass ihn verderben, -
den Unsel'gen,
Schmachlüsternen,
den ich verlachte - lachte - lachte!
Haha! Ihn traf ja der eigne Speer!
PARSIFAL

Wer durft' ihn verwunden mit der heil'gen Wehr?
KUNDRY

Er - Er -
der einst mein Lachen bestraft:
Sein Fluch - ha, - mir gibt er Kraft;
gegen dich selbst ruf' ich die Wehr,
gibst du dem Sünder des Mitleids Ehr'!...
Ha... Wahnsinn! -
Mitleid! Mitleid mit mir!
Nur eine Stunde mein!
nur eine Stunde dein...
und des Weges
sollst du geleitet sein!
(Sie will ihn umarmen. Er stösst sie heftig von sich.)
PARSIFAL

Vergeh, unseliges Weib!
KUNDRY
(rafft sich mit wilden Wutrasen auf
und ruft dem Hintergrunde zu)

Hilfe! Hilfe! Herbei!
Haltet den Frechen! Herbei!
Wehrt ihm die Wege!
Wehrt ihm die Pfade! -
Und flöhest du von hier und fändest
alle Wege der Welt,
den Weg, den du suchst,
des' Pfade sollst du nicht finden:
denn Pfad und Wege,
die dich mir entführen,
so - verwünsch' ich sie dir:
Irre! Irre, -
mir so vertraut -
dich weih' ich ihm zum Geleit'!
KLINGSOR
(ist auf der Burgmauer herausgetreten
und schwenkt eine Lanze gegen Parsifal)

Halt da! Dich bann' ich mit der rechten Wehr!
den Toren stelle mir seines Meisters Speer!
(Er schleudert auf ParsIfal den Speer, welcher über dessen Haupte schweben bleibt.)
PARSIFAL
(erfasst den Speer mit der Hand
und hält ihn über seinem Haupte)

Mit diesem Zeichen bann' ich deinen Zauber.
Wie die Wunde er schliesse,
die mit ihm du schlugest,
in Trauer und Trümmer
stürz' er die trügende Pracht!
(Er hat den Speer im Zeichen des Kreuzes geschwungen wie durch ein Erdbeben versinkt das Schloss. Der Garten ist schnell zu einer Einöde verdorrt; verwelkte Blumen verstreuen sich auf dem Boden. - Kundry ist schreiend zusammengesunken).

(Parsifal hält im Enteilen noch einmal an, sich von der Höhe der Mauertrümmer zu Kundry zurück-wendend)
PARSIFAL

Du weisst,
wo du mich wiederfinden kannst!
(Er verschwindet; Kundry hatte sich ein wenig erhoben und nach ihm geblickt. Der Vorhang schliesst sich schnell)
ATTO SECONDO

Castello incantato di Klingsor.
La segreta di una torre aperta verso l'alto. Gradini di pietra portano al parapetto merlato dello spaldo. Oscurità nel profondo, al quale si accede scendendo da quell'avancorpo murato, che il piano della scena raffigura. Strumenti di magia e apparecchi negromantici.
KLINGSOR
(sullo sporto del muro, da una parte,
a sedere davanti a uno specchio di metallo)

È giunto il tempo. -
Già il mio incantato castello alletta il folle,
ch'io vedo di lungi accostarsi con gioia di fanciullo. -
Stringe lo scongiuro in sonno di morte colei,
cui io saprò scioglier lo spasimo. -
Orsù! All'opera!

(Scende un poco più in basso verso
il centro della scena e v'accende
suffumigi, che riempiono subito
una parte del fondo di vapore
azzurrino. Poi si pone nuovamente
davanti agli strumenti magici e chiama
con gesti misteriosi verso l'abisso)

Su, su, a me!
Il tuo signore chiama te, la Senzanome.
Primordiale Satanessa! Rosa d'inferno!
Erodiade tu fosti, e che cosa ancora?
Là Gundryggia, qui Kundry!
A me! A me dunque, o Kundry!
Ti chiama il tuo signore: su da me!

(Nella luce azzurrina sale la figura
di Kundry. Sembra addormentata.
Ella s'agita come qualcuno
che si svegli. Rompe in un
grido orrendo)

Ti svegli? Ah!
Di nuovo del mio scongiuro
in balìa, oggi, a giusto tempo.

(Kundry lascia intendere un ululo
lamentoso, che passa digradando
dalla violenza estrema
al gemito angosciato)

Dimmi, dove sei andata di nuovo gironzando?
Uh! Lassù, dalla cavalleresca stirpe,
dove ti lasci trattar come una bestia?
Non ti piace più, qui, a casa mia? -
Quando tu mi prendesti il loro signore -
ah! ah! - del Gral purissimo custode,
che mai di nuovo ti spinse alla fuga?
KUNDRY
(con voce rauca e rotta,
come tentando di recuperare
la favella)

Ah! - Ah!
Notte profonda...
Delirio... Oh! - Furore...
Ahimè! Strazio!
Sonno... Sonno...
Sonno profondo... Morte!
KLINGSOR

Allora un altro t'ha svegliata, he?
KUNDRY
(come prima)

Sì... la mia maledizione!
Oh! - brama... brama!
KLINGSOR

Ah! Ah! dei casti cavalieri, lassù!
KUNDRY

Là... là ho servito.
KLINGSOR

Già, già, a riparare il danno,
che avevi loro malignamente fatto?
Aiuto non ti portano:
venali tutti essi sono,
pur ch'io offra loro il giusto prezzo:
cade anche il più forte,
se è preso nelle tue braccia,
e così egli soggiace a quella lancia,
ch'io stesso rapii al suo padrone. -
Il più pericoloso oggi si tratta d'affrontare:
scudo di follia lo protegge.
KUNDRY

Io - non voglio! - Oh... Oh!...
KLINGSOR

Bene vorrai, perché tu lo devi.
KUNDRY

Tu... non puoi... trattenermi.
KLINGSOR

Ma sì afferrarti.
KUNDRY

Tu?...
KLINGSOR

Tuo signore.
KUNDRY

Con qual potere?
KLINGSOR

Ah! - perché su di me soltanto,
nulla può il tuo potere.
KUNDRY
(ridendo stridula)

Ah! Ah! Sei casto?
KLINGSOR
(furente)

Perché me lo domandi, donna maledetta? -

(Sprofondando in cupa meditazione)

Terribile tormento! -
Così di me si fa beffa il demonio,
perché un giorno lottai per esser santo?
Terribile tormento!
L'angoscia d'una brama smisurata,
e di tremendi istinti l'impeto d'inferno,
che in me costrinsi fino a mortal silenzio,
aperto egli deride ora e schernisce
per mezzo tuo, sposa del demonio?
Guàrdati!
Scherno e dispregio scontò già qualcuno:
il superbo, forte della sua santità,
che via da sé un giorno mi respinse:
a me sua stirpe soggiacque;
fuor di redenzione,
il custode dei santi deve per me languire,
e presto - così io penso -
per me, io stesso, il Gral custodirò. -
Ah! Ah!
Assai t'è piaciuto Amfortas - l'eroe -
cui io in voluttà t'ho appaiata?
KUNDRY

Oh strazio! Strazio!
Debole anche lui - deboli - tutti!...
Alla mia maledizione con me
tutti votati! -
Oh, sonno eterno,
unica salute, -
come - come conquistarti?
KLINGSOR

Ah! Chi ti vincesse a sfida, ti farebbe libera:
tentalo col ragazzo che s'appressa!
KUNDRY

Non voglio!
KLINGSOR
(salendo frettoloso allo spaldo)

In questo istante già s'inerpica alla rocca.
KUNDRY

Oh! - Sciagura! Sciagura!
Per questo mi son svegliata?
Debbo? Debbo? -
KLINGSOR
(guardando verso il basso)

Ah! - È bello il ragazzo!
KUNDRY

Oh! - Oh! Guai a me! -
KLINGSOR
(volto verso l'esterno, dà fiato a un corno)

Olà! - Guardiani! Olà! Cavalieri!
Eroi! - Su! - Nemico s'avvicina!

(Dal di fuori fragore crescente
e strepito d'armi)

Ah! Come si precipitano alle mura
gli ammaliati cavalieri
a proteggere la loro bella genìa d'inferno! -
Così! Arditi! Arditi!
Ah! Ah! Non ha paura:
al prode Ferris egli ha strappato l'arme,
contro lo stormo la volge ora tremendo.

(Kundry, fuori di sé, rompe in un riso sinistro,
che finisce in uno spasimante grido di dolore)

Come mal serve lo zelo a quei gonzi!
Ferisce l'uno al braccio, - l'altro alla coscia!
Ah, Ah! Cedono! Fuggono!

(Kundry scompare. La luce azzurrina
s'è spenta: nel profondo è
piena oscurità, che contrasta col
luminoso azzurro del cielo sopra le mura)

Porta a casa ciascuno la sua ferita! -
Che gusto n'ho per voi! -
Così possa dunque la genìa tutta dei cavalieri
l'uno con l'altro scannarsi!
Ah! Come superbo sul merlo ora si drizza!
Come gli ridono le rose delle guance,
da poi che, con stupore di fanciullo,
guarda dentro al giardino solitario!
Ehi! Kundry!...

(Si volta verso
il fondo, in basso. -
Non vedendo più Kundry)

Come? Già all'opera? -
Ah! Ah! Lo sapevo bene l'incantesimo,
che ancora ti stringe al mio servizio!

(Volgendosi nuovamente verso l'esterno)

Ehi tu, costà, - germoglio fanciullesco!
Qualunque cosa
la profezia t'abbia presagito,
troppo giovane e sciocco,
cadesti in mio potere,
spogliato della tua purezza,
a me votato rimani!
(Affonda rapidamente con tutta la torre; subito sale il giardino incantato e riempie tutto il palcoscenico. Vegetazione tropicale, pompa lussureggiante di fiori. Verso il fondo, la scena è limitata dai muri merlati della rocca, ai quali si riattaccano lateralmente, mediante terrazze, gli avancorpi stessi del castello [in stile moresco fiorito].

Parsifal, dritto sul muro, guarda con stupore giù nel giardino. - Da tutte le parti, prima dal giardino, poi dal palazzo, irrompono belle fanciulle in confuso tumulto, prima ad una ad una, subito dopo sempre più numerose. Sono vestite di veli a delicati colori, gettati addosso frettolosamente, come se lo spavento le avesse destate dal sonno.)
LE FANCIULLE
(venendo dal giardino)

Qui era lo strepito,
armi, gridi selvaggi!
LE FANCIULLE
(venendo dal castello)

Chi è il temerario?
Dov'è il temerario?
Su, a vendetta!
ALCUNE

Ferito, il mio amante.
ALTRE

Dove trovo il mio?
ALTRE

Sola mi sono svegliata!
Dove son corsi?
SEMPRE ALTRE

Dentro, nella sala!
Ahimè! Li abbiamo visti
feriti e sanguinanti,
Au, a lor soccorso!
Chi è il nemico?

(Vedendo Parsifal
e additandoselo)

Eccolo là!
Lassù guardatelo, lassù guardatelo!
La spada del mio Ferris
in mano sua!
Il sangue del mio tesoro
ho riconosciuto.
L'ho veduto; ha scalato la rocca!
Squillare ho sentito il corno del signore.
Il mio eroe è accorso,
sono accorsi tutti, ma ad ognuno
ha fatto fronte la sua difesa.
M'ha ferito il mio tesoro.
M'ha colpito l'amico.
Ancora l'arme sanguina!
Tu costà! Tu costà!
Perché ci hai fatto tanto male?
Maledetto, maledetto devi essere!
(Parsifal salta un poco più basso nel giardino)
LE FANCIULLE
(arretrando precipitosamente)

Ah, temerario! Osi avvicinarti?
Perché hai colpito i nostri amanti?
PARSIFAL
(arrestandosi pieno di meraviglia)

Ed io, belle bambine, non avrei dovuto batterli?
A voi, graziose, m'impedivano la strada.
LE FANCIULLE

Da noi volevi venire?
Ci hai mai vedute?
PARSIFAL

Mai ho io ancora veduto schiatta sì leggiadra:
se belle io vi chiamo, vi par giusto?
LE FANCIULLE
(passando dalla meraviglia
alla gaiezza)

Dunque, davvero, non ci vuoi percuotere?
PARSIFAL

Davvero non vorrei!
LE FANCIULLE

Però danno
ce n'hai fatto grande e assai;
hai battuto i nostri compagni di gioco!
Chi giocherà ora con noi?
PARSIFAL

Io, volentieri.
(Le fanciulle passate dalla meraviglia alla gaiezza, rompono in risa d'allegria. - Mentre Parsifal si fa sempre più vicino ai gruppi inquieti, le Fanciulle del primo gruppo e del primo coro, scompaiono inavvertite dietro le siepi fiorite per terminare il loro abbigliamento floreale)
LE FANCIULLE
(secondo gruppo e secondo coro)

Se ci sei benigno, non ci restar lontano!
E se non ci dirai villania,
noi te ne compenseremo:
non per oro noi giochiamo,
posta è amore al nostro gioco,
se dar gioia a noi tu pensi,
da noi gioia acquisterai!
(Le Fanciulle del primo gruppo e del primo coro tornano, durante quel che segue, in abiti floreali, loro stesse apparendo come fiori. E subito si precipitano su Parsifal)
LE FANCIULLE ADORNATE
(una per volta)

Lasciate quel ragazzo! - A me appartiene. -
No! - No! - A me! - A me!
LE ALTRE FANCIULLE

Ah! le false! - Di nascosto si sono adornate

(S'allontanano anch'esse
e tornano subito
in simile abbigliamento floreale)
LE FANCIULLE
(facendo con danze alterne
il giro tondo intorno a Parsifal
come in grazioso gioco di bimbi,
e carezzandogli dolcemente guancia e mento)

Vieni! Vieni!
Caro ragazzo!
Fa' che per te fiorisca!
A diletto e voluttà
ti verrà la mia pena d'amore!
PARSIFAL
(sereno e tranquillo
in mezzo alle Fanciulle)

Qual grato profumo esalate!
Siete dunque fiori?
LE FANCIULLE
(sempre, ora una per volta,
ora parecchie insieme)

Grazie del giardino
e spiriti odorosi
il signore ci coglie a primavera!
Noi qui cresciamo
al sole ed all'estate,
per te in gioia fioriamo.
Amico, dunque, a noi sii e benigno,
non lesinare ai fiori la ricompensa!
Se amare non ci puoi, né voler bene,
appassiremo tutte e moriremo.
LA PRIMA FANCIULLA

Stringimi al tuo petto
LA SECONDA

Fa' ch'io porti frescura alla tua fronte.
LA TERZA

Lasciami la guancia carezzare!
LA QUARTA

La bocca lasciami baciare!
LA QUINTA

No! Io! Son io la più bella.
LA SESTA

No! Io! Più dolce è il mio profumo.
PARSIFAL
(respingendo dolcemente
la loro ressa graziosa)

O voi, folla di fiori amabilmente selvaggia,
se con voi debbo giocare, toglietemi alla stretta!
FANCIULLE

Perché ci sgridi?
PARSIFAL

Perché voi v'abbaruffate.
FANCIULLE

Ci abbaruffiamo per te.
PARSIFAL

Non lo fate!
LA PRIMA FANCIULLA
(alla seconda)

Lascialo andare: vedi, vuole me.
LA SECONDA FANCIULLA

No, me!
LA TERZA

Me piuttosto!
LA QUARTA

No, me!
ALCUNE FANCIULLE
(a Parsifal)

Tu mi respingi?
ALTRE

Mi cacci via?
ALTRE ANCORA

Sei vile di fronte alle donne?
ALTRE

L'animo non ti regge?
PRIMA FANCIULLA

Come sei mai cattivo, o timido e freddo!
Lasci che i fior corteggin la farfalla?
ALTRE FANCIULLE

Com'è timido! Com'è frigido!
ALCUNE

Orsù! Lasciatelo quel folle!
ALTRE

Noi lo diamo per perduto
ALTRE ANCORA

A noi però sia riservato!
MOLTE ALTRE

No, a me appartiene!
No, a noi! - Anche a me! -
PARSIFAL
(molto stizzito, in modo
da intimorire le Fanciulle)

Smettetela! Non mi prenderete!
(Mentre sta per fuggire, intende dalla siepe fiorita la voce di Kundry e s'arresta in silenzio, colpito)
KUNDRY

Parsifal! - Resta!
(Le fanciulle, in preda allo spavento, si sono subito allontanate da Parsifal)
PARSIFAL

"Parsifal"...?
Così un giorno mi chiamava in sogno mia madre.
KUNDRY
(scoprendosi un poco per volta)

Qui rimani, Parsifal! -
Gioia e salvezza insieme ti salutano. -
Voi, amanti fanciulle, da lui allontanatevi;
fiori che presto appassite,
non certo al gioco vostro è stato riservato!
A casa andate, curate le ferite:
v'attende solitario più d'un eroe.
LE FANCIULLE
(allontanandosi da Parsifal
esitanti e riluttanti)

Lasciarti! Fuggirti! -
Ahimè! Ahimè! Qual pena!
Ogni altro lasceremmo volentieri,
per restar con te solo!
Addio! Addio!
Tu, caro, tu superbo,
tu - folle!

(Con queste ultime parole sono
scomparse, tra risa sommesse
in direzione del castello)
PARSIFAL

Tutto questo - ho dunque sognato?
(Si volta per guardare timidamente dalla parte di dove la voce è venuta. Colà è ora apparsa, scostando i rami della siepe fiorita, una giovane donna di suprema bellezza. - Kundry, in figura interamente mutata - stesa su di un giaciglio di fiori, vestita di velo trasparente e fantastico - un poco secondo il costume arabo.)
PARSIFAL
(stando ancora lontano)

Hai tu chiamato me, il Senzanome?
KUNDRY

Io ho chiamato te, o folle puro,
"Fal parsi", -
Te, puro folle: "Parsifal".
Così chiamò morendo, in paese d'Arabia,
tuo padre Gamuret te, suo figlio,
te, chiuso ancor nel grembo di tua madre,
con tal nome morendo, ei salutava;
per apprendertelo, io qui ti ho atteso:
che t'ha portato qui, se non brama di saperlo?
PARSIFAL

Mai ho io veduto, né pur sognato, quel che ora
io vedo, e di sgomento mi riempie.
Sei fiorita anche tu, da codesta siepe fiorita?
KUNDRY

No, Parsifal, o puro Folle!
Lontana - lontana - è la mia patria. -
Sol perché tu mi trovassi, io qui m'indugiai;
di lungi io son venuta, ove molto io ho scorto.
Il bimbo io vidi al seno della madre,
il suo primo balbettare ancor mi ride all'orecchio.
Il dolore nel cuore,
come rideva anche Dolor-di-cuore,
allor che ai suoi dolori
dava esultanza il pascolo degli occhi!
Sull'erbe tenere dolcemente adagiato,
lui soavemente con carezze addormentava;
a lui con ansia e con affanno
brama materna il sonno sorvegliava;
lui risvegliava al mattino
la cocente rugiada delle lagrime materne.
Un pianto solo ella fu, e atto di dolore
per l'amore e la morte di tuo padre;
il guardarti da simile sciagura,
valse a lei qual comando d'altissimo dovere.
Dall'armi lunge, da scontri e furor d'uomini,
ella ti volle in silenzio celare e custodire.
Affanno solo ell'era ah! ed ansietà:
ma novella non te ne doveva mai pervenire.
Non ne senti ancora il grido e il lamento
di lei, quando lontano t'attardavi?
Ma oh! qual era a lei il ridere di gioia,
quando, dopo il cercar, ti raggiungeva!
Che se poi con furore ti cingeva il suo braccio,
non ti balzava al bacio il cuore in petto?
Pure l'angoscia tu non ne sentisti,
né dei suoi dolor la tempesta,
quando alfine, più non ritornando,
si dissipò la tua traccia.
Notti e giorni ella attese,
finché il tormento le s'ammutolì,
in lei l'angoscia consumò il dolore.
Morte ella vagheggiò in silenzio;
il cuore le spezzò il dolore: -
Dolor-di-cuore morì. -
PARSIFAL
(diventato sempre più serio, si lascia
cadere alla fine, terribilmente colpito
e sopraffatto dal dolore, ai piedi di Kundry)

Ahimè! Ahimè! che cosa ho fatto? Dov'ero io mai?
O madre! O cara, o dolce madre!
Tuo figlio, tuo figlio doveva ucciderti?
O folle! Sciocco ed ebbro folle!
Dove errasti tu mai di lei dimentico,
di lei, di lei dimentico?
Dolce, carissima madre!
KUNDRY

Se ancora il dolore t'è rimasto straniero,
la dolcezza del conforto
neppure ancora il cuor t'ha sollevato:
il mal che ti rimorde,
il tormento ora estingui,
nel conforto, che t'offre l'amore!
PARSIFAL
(lasciandosi cadere in sempre
più profondo turbamento)

Mia madre, mia madre - potei dimenticare!
Ah! Che cosa ancora avrò mai obliato?
O di che cosa sarò mai stato memore?
Cupa follia soltanto vive in me!
KUNDRY
(ancor sempre stesa a giacere,
si curva sopra il capo di Parsifal,
gli prende dolcemente la fronte
e gli cinge con familiarità
il collo col braccio)

Confessione
porrà termine a colpa e pentimento;
riconoscimento
volgerà follia in senno.
L'amore apprendi,
che avvinse Gamuret,
quando il fuoco di Dolor-di-cuore
in lui s'effuse e l'arse!
Amor che vita e corpo
un giorno ti donò,
amor cui debbon cedere la morte e la follia,
offre
a te oggi -
saluto estremo di materna benedizione -
il primo bacio - d'amore!
(Ella ha abbandonato del tutto il suo capo su quello di lui e figge ora le labbra sulla bocca di lui in un lungo bacio)
PARSIFAL
(Trasale improvvisamente
con un gesto di fortissimo terrore.
Il suo contegno esprime
un profondo mutamento;
si pone con violenza le mani
sul cuore, come per vincere un dolore
lacerante; infine prorompe):

Amfortas! - -
La ferita! - La ferita!
Brucia sul mio cuore.
Oh! Lamento! Lamento!
Terribile lamento!
Dal più profondo del cuore balza il suo grido.
Oh! - Oh! -
Miserando!
Pieno di strazio!
La ferita ho visto sanguinare, -
ora sanguina in me! -
Qui - qui!
No, no! Non è la ferita.
Fluisca il sangue suo via a torrenti!
Qui! Qui nel cuore l'incendio!
La brama, la tremenda brama,
m'afferra tutti i sensi e li costringe!
Oh! - Tortura dell'amore! -
come tutto freme e trema e spasima -
in desiderio di peccato!...

(Mentre Kundry tra lo spavento
e la meraviglia fissa gli occhi su Parsifal,
questi passa al colmo dell'esaltazione)
(con orrore, sommessamente)

Cupo il mio sguardo sulla coppa salutifera si fissa: -
il santo sangue s'infoca: -
gioia redentrice, divinamente mite,
per gli animi tutti, quanti sono, palpita;
soltanto qui - nel cuore, non vuole il tormento cedere.
Il lamento del Salvatore, ecco io intendo,
il lamento, ah! il lamento,
per lo sconsacrato santuario:
"Liberami, salvami,
dalle mani macchiate dal peccato!"
Così suonò quel divino lamento,
dentro l'anima mia, alto e tremendo.
Ed io - folle, o vile?
Via me ne fuggii alle selvagge gesta d'un fanciullo!

(Si getta disperatamente
in ginocchio)

Redentore! Salvatore! Signore di clemenza!
Come espierò mai, peccatore, la mia colpa?
KUNDRY
(passando dallo stupore ad
un'appassionata ammirazione,
cerca timidamente di avvicinarsi a Parsifal)

Promesso eroe! Al tuo delirio fuggi!
Leva lo sguardo: grazia concedi alla Grazia che s'appressa.
PARSIFAL
(sempre inginocchiato,
guardando fisso su Kundry,
mentre questa s'inchina su di lui
e fa le mosse carezzevoli
ch'egli viene via via descrivendo)

Sì, questa voce! Così a lui si volse;
e questo sguardo - ben lo riconosco -
anche questo, che così inquieto a lui rise;
il labbro, - già... così per lui fremette. -
Così la nuca si piegò, -
così si sollevò ardito il capo; -
così le ricce chiome risero al vento, -
così si strinse il braccio intorno al collo;
così la guancia dolce carezzò;
tutti i dolori in un solo strazio congiungendo,
la salute dell'anima
con un bacio la bocca gli rapì! -
Ah! - quel bacio!

(Nel pronunziare queste ultime parole,
si è a poco per volta sollevato;
ora balza d'un salto interamente in piedi,
e respinge Kundry con violenza)

Corruttrice! Lasciami!
In eterno, in eterno via da me!
KUNDRY
(al colmo della passione)

Crudele! -
Se tu nel cuore accogli,
solo gli altrui dolori,
accogli ora anche i miei!
Se tu sei redentore,
che cosa ti costringe, o malvagio,
a non unirti anche con me a salvezza?
Io t'attendo dall'eternità,
Salvatore, ah così tardo,
cui io, temeraria un giorno offesi. -
Oh!
Tu sapessi la maledizione,
che nel sonno e nella veglia,
attraverso la morte e la vita,
il pianto e il riso
ad un nuovo soffrire mi ritempra,
senza fine mi strazia l'esistenza!
Io vidi - Lui - Lui -
e - risi...
Ed ecco mi colpì - il suo sguardo. -
Ora io cerco di mondo in mondo,
d'incontrarlo ancora.
Nel colmo del tormento
l'occhio suo mi sembra già vicino, -
e lo sguardo già sopra di me pesare: -
mi torna invece il riso maledetto,
e un peccator mi cade tra le braccia!
Allora io rido - rido,
piangere non posso:
solo urlare ed infuriare,
smaniare e delirare,
in quella notte di follia sempre rinnovata,
onde, espiando, m'ero svegliata appena.
Colui che in spasimi di morte io ho bramato,
ed ho riconosciuto, e scioccamente deriso:
fa che sul suo petto io pianga,
ch'io mi congiunga a te soltanto un'ora,
e, se anche Dio e il mondo mi respingono,
ch'io sia in te redenta e discolpata.
PARSIFAL

In eterno
insieme con me tu saresti dannata,
per un'ora
ch'io la mia missione obliassi
nella stretta del tuo braccio!
Anche per te son mandato a salvezza,
pur che dalla tua brama ti distolga.
Il balsamo che porrà fine al tuo soffrire,
non l'offre già la fonte onde il soffrir fluisce;
salvezza a te non sarà mai largita,
prima che in te quella fonte non si chiuda.
Altra cosa ell'è - ah! altra cosa,
verso la quale io vidi già in dolore anelare
i fratelli, che lassù in crudele tormento
si torturano il corpo e lo mortificano.
Ma chi la riconosce chiara, trasparente
la vera fonte d'unica salute?
Oh, stato miserando, fuga d'ogni salvezza!
Oh spandersi della fallace notte del mondo:
in sete ardente d'altissima salute,
verso la fonte che danna anelare!
KUNDRY
(con selvaggia esaltazione)

È stato dunque il mio bacio,
che t'ha reso veggente del mondo?
La traboccante mia stretta d'amore
ti farà allora raggiungere la divinità!
Redimi il mondo, il tuo compito è questo: -
se mai quest'ora t'abbia fatto Dio,
lascia pure che per essa io sia dannata in eterno,
e non guarirmi più la ferita!
PARSIFAL

Redenzione offro anche a te, o sciagurata.
KUNDRY

Lascia che te, divino, io ami,
allora redenzione, la darai anche a me.
PARSIFAL

Raggiungerai amore e redenzione,
se mostrerai
a me la via verso Amfortas.
KUNDRY
(rompendo in furore)

Mai - tu la dovrai trovare!
Quel vinto lascia a perdizione andare -
quel disgraziato,
cúpido di vergogna,
che io derisi - risi - risi!
Ah! Ah! Lo ferì la sua stessa lancia!
PARSIFAL

A chi con l'arme santa fu lecito ferirlo?
KUNDRY

Lui - Lui -,
che un giorno il mio ridere punì:
la sua maledizione - ah! a me dona la forza;
contro te stesso l'arme invocherò,
se al peccatore dai onor di compassione!...
Ah!... Follia! -
Compassione! Compassione di me!
Un'ora sola mio!...
Un'ora sola tua...
e per quella strada
tu verrai guidato!
(Vuole abbracciarlo. Egli la respinge con violenza)
PARSIFAL

Vàttene, donna disgraziata!
KUNDRY
(balza in piedi con selvaggio furore,
chiamando verso il fondo)

Aiuto! Aiuto! A me!
Fermate l'impudente! A me!
Sbarrategli la strada!
Sbarrategli il sentiero! -
E se anche di qui fuggendo tu trovassi
tutte le strade del mondo,
la strada che tu cerchi,
né i suoi sentieri, tu non dovrai trovare:
poiché sentiero e strade,
che te a me rapiscono,
ecco - io te li maledico:
Erranza! Erranza! -
A me sì nota.
Alla sua compagnia, io ti consacro!
KLINGSOR
(Uscito sul muro della rocca,
brandisce una lancia contro Parsifal)

Férmati! Io t'inchiodo con l'arme che ci vuole!
M'arresti quel folle la lancia del suo signore!
(Scaglia contro Parsifal la lancia, ma quella rimane sospesa sul capo di lui.)
PARSIFAL
(L'afferra con la mano
e la tiene sollevata sul proprio capo)

Con questo segno ti spezzo l'incantesimo.
Come questa lancia possa chiuder la ferita
che per mezzo suo inferisti,
così in lutto ed in rovina,
questa mendace pompa essa precipiti!
(Con la lancia ha tracciato in aria un segno di croce; il castello crolla come per terremoto. Il giardino si inaridisce subito in deserto: fiori avvizziti si spargono al suolo. - Kundry è stramazzata con un grido.)

(Parsifal, nell'allontanarsi frettolosamente si trattiene ancora una volta, e si volge indietro verso Kundry dall'alto delle macerie)
PARSIFAL

Tu sai,
dove mi potrai ritrovare!
(Scompare. Kundry si è un poco sollevata e guarda verso di lui. - La tela cala rapidamente)

DRITTER AUFZUG

Im Gebiete des Grales
Freie, anmutige Frühlingsgegend mit nach dem Hintergrunde zu sanft ansteigender Blumenaue. Den Vordergrund nimmt der Saum des Waldes ein, der sich nach rechts zu, auf steigendem Felsengrund ausdehnt. Im Vordergrunde, an der Waldseite, ein Quell; ihm gegenüber, etwas tiefer, eine schlichte Einsiedlerhütte, an einen Felsblock gelehnt. Frühester Morgen.

(Gurnemanz, zum hohen Greise gealtert, als Einsiedler, nur in das Hemd des Gralsritters dürftig gekleidet, tritt aus der Hütte und lauscht).
GURNEMANZ

Von dorther kam das Stöhnen. -
So jammervoll klagt kein Wild,
und gewiss gar nicht am heiligsten Morgen heut.
Mich dünkt, ich kenne diesen Klageruf?

(Ein dumpfes Stöhnen, wie von einer im
tiefen Schlafe durch Träume Geangstinglen,
wird vernommen. - Gurnemanz schreitet
entschlossen einer Dornenhecke auf der
Seite zu: diese ist gänzlich überwachsen;
er reisst mit Gewalt das Gestrüpp
auseinander: dann hält er plötzlich an.)

Ha! Sie - wieder da?
Das winterlich rauhe Gedörn'
hielt sie verdeckt: wie lang' schon? -
Auf! - Kundry! - Auf!
Der Winter floh und Lenz ist da!
Erwache! Erwache dem Lenz! -
Kalt - und starr! -
Diesmal hielt ich sie wohl für tot: -
doch war's ihr Stöhnen, was ich vernahm?
(Er zieht Kundry, ganz erstarrt und leblos, aus dem Gebüsche hervor, trägt sie auf einen nahen Rasenhügel, reibt ihr stark die Hände und Schläfe, haucht sie an und bemüht sich in allem, um die Erstarrung von ihr weichen zu machen. Endlich scheint das Leben in ihr zu erwachen. Sie erwacht völlig: als sie die Augen öffnet, stösst sie einen Schrei aus. Kundry ist in rauhem Büssergewande, ähnlich wie im ersten Aufzuge; nur ist ihre Gesichtsfarbe bleicher; aus Miene und Haltung ist die Wildheit verschwunden. - Sie starrt lange Gurnemanz an. Dann erhebt sie sich, ordnet sich Kleidung und Haar und lässt sich sofort wie eine Magd zur Bedienung an.)
GURNEMANZ

Du tolles Weib!
Hast du kein Wort für mich?
Ist dies der Dank,
dass dem Todesschlafe
noch einmal ich dich entweckt'?
KUNDRY
(neigt langsam das Haupt; dann bringt sie,
rauh und abgebrochen, hervor)

Dienen... dienen. -
GURNEMANZ
(schüttelt den Kopf)

Das wird dich wenig mühn;
auf Botschaft sendet sich's nicht mehr;
Kräuter und Wurzeln
findet ein jeder sich selbst,
wir lernten's im Walde vom Tier.
(Kundry hat sich währenddem umgesehen, gewahrt die Hütte und geht hinein.)
GURNEMANZ
(verwundert ihr nachblichend)

Wie anders schreitet sie als sonst!
Wirkte dies der heilige Tag?
O! Tag der Gnade ohnegleichen!
Gewiss, zu ihrem Heile
durft' ich der Armen heut
den Todesschlaf verscheuchen.
(Kundry kommt wieder aus der Hütte; sie trägt einen Wasserkrug und geht damit zum Quell. Während sie auf die Füllung wartet, blickt sie in den Wald und bemerkt dort in der Ferne einen Kommenden; sie wendet sich zu Gurnemanz, um ihn darauf hinzudeuten.)
GURNEMANZ
(in den Wald spähend)

Wer nahet dort dem heil'gen Quell?
Im düst'rem Waffenschmucke?
Das ist der Brüder keiner!
(Kundry entfernt sich mit dem gefüllten Kruge langsam nach der Hütte, wo sie sich zu schaffen macht.)

(Parsifal tritt aus dem Walde auf. Er ist ganz in schwarzer Waffenrüstung: mit geschlossenem Helme und gesenktem Speer schreitet er, gebeugten Hauptes, träumerisch zögernd, langsam daher und setzt sich auf dem kleinen Rasenhügel am Quell nieder)
GURNEMANZ
(nachdem er Parsifal staunend lange
betrachtet hat, tritt nun näher zu ihm)

Heil dir, mein Gast!
Bist du verirrt, und soll ich dich weisen?

(Parsifal schüttelt sanft das Haupt.)

Entbietest du mir keinen Gruss?

(Parsifal neigt das Haupt.)
(Gurnemanz unmutig)

Hei! - Was? -
Wenn dein Gelübde
dich bindet, mir zu schweigen,
so mahnt das meine mich,
dass ich dir sage, was sich ziemt.
Hier bist du an geweihtem Ort:
da zieht man nicht mit Waffen her,
geschloss'nen Helmes, Schild und Speer.
Und heute gar! Weisst du denn nicht,
welch' heil'ger Tag heut ist?

(Parsifal schüttelt mit dem Kopfe.)

Ja! Woher kommst du denn?
Bei welchen Heiden weiltest du,
zu wissen nicht, dass heute
der allerheiligste Karfreitag ist?

(Parsifal senkt das Haupt noch tiefer.)

Schnell ab die Waffen!
Kränke nicht den Herrn, der heute,
bar jeder Wehr, sein heilig Blut
der sündigen Welt zur Sühne bot!
(Parsifal erhebt sich nach einem abermaligen Schweigen, stösst den Speer vor sich in den Boden, legt Schild und Schwert davor nieder, öffnet den Helm, nimmt ihn vom Haupte und legt ihn zu den anderen Waffen, worauf er dann zu stummem Gebete vor dem Speer niederkniet. Gurnemanz betrachtet ihn mit Staunen und Rührung. Er winkt Kundry herbei, welche soeben wieder aus der Hütte getreten ist. - Parsifal erhebt jetzt in brünstigem Gebete seinen Blick andachtsvoll zu der Lanzenspitze auf)
GURNEMANZ
(leise zu Kundry)

Erkennst du ihn?
Der ist's, der einst den Schwan erlegt.

(Kundry bestätigt mit einem leisen Kopfnicken.)

Gewiss, 's ist er,
der Tor, den ich zürnend von uns wies.

(Kundry blickt starr,
doch ruhig, auf Parsifal.)

Ha! Welche Pfade fand er?
Der Speer, - ich kenne ihn.

(in grosser Ergriffenheit)

Oh! - Heiligster Tag,
an dem ich heut erwachen sollt'!
(Kundry hat ihr Gesicht abgewendet)
PARSIFAL
(erhebt sich langsam vom Gebete, blickt
ruhig um sich, erkennt Gurnemanz und
reicht diesem sanft die Hand zum Gruss)

Heil mir, dass ich dich wieder finde!
GURNEMANZ

So kennst auch du mich noch?
Erkennst mich wieder,
den Gram und Not so tief gebeugt?
Wie kamst du heut, - woher?
PARSIFAL

Der Irmis und der Leiden Pfade kam ich;
soll ich mich denen jetzt entwunden wähnen,
da dieses Waldes Rauschen
wieder ich vernehme,
dich guten Greisen neu begrüsse?
Oder - irr' ich wieder?
Verändert dünkt mich alles.
GURNEMANZ

So sag', zu wem den Weg du suchtest?
PARSIFAL

Zu ihm, des' tiefe Klagen
ich törig staunend einst vernahm,
dem nun ich Heil zu bringen
mich auserlesen wähnen darf.
Doch ach! -
den Weg des Heiles nie zu finden,
in pfadlosen Irren
trieb ein wilder Fluch mich umher:
zahllose Nöte
Kämpfe und Streite
zwangen mich ab vom Pfade,
wähnt' ich ihn recht schon erkannt.
Da musste mich Verzweiflung fassen,
das Heiltum heil mir zu bergen;
um das zu hüten, das zu wahren,
ich Wunden jeder Wehr mir gewann;
denn nicht ihn selber
durft' ich führen im Streite;
unentweiht
führ' ich ihn mir zur Seite,
den nun ich heimgeleite,
der dort dir schimmert heil und hehr:
des Grales heil'gen Speer.
GURNEMANZ
(in höchstes Entzücken ausbrechend)

O Gnade! Höchstes Heil!
O Wunder! Heilig hehrstes Wunder! -

(Nachdem er sich etwas gefasst)

O Herr! War es ein Fluch,
der dich vom rechten Pfad vertrieb,
so glaub', er ist gewichen.
Hier bist du; dies des Grals Gebiet,
dein' harret seine Ritterschaft.
Ach, sie bedarf des Heiles,
des Heiles, das du bringst! -
Seit dem Tage, den du hier geweilt,
die Trauer, die da kund dir ward,
das Bangen - wuchs zur höchsten Not.
Amfortas, gegen seiner Wunde,
seiner Seele Qual sich wehrend,
begehrt' in wütendem Trotze nun den Tod.
Kein Fleh'n, kein Elend seiner Ritter
bewog ihn mehr des heil'gen Amts zu walten.
Im Schrein verschlossen bleibt seit lang' der Gral:
so hofft sein sündenreu'ger Hüter,
da er nicht sterben kann,
wann je er ihn erschaut,
sein Ende zu erzwingen
und mit dem Leben seine Qual zu enden.
Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt,
gemeine Atzung muss uns nähren;
darob versiegte unsrer Helden Kraft.
Nie kommt uns Botschaft mehr,
noch Ruf zu heil'gen Kämpfen aus der Ferne:
bleich und elend wankt umher
die mut und führerlose Ritterschaft.
In dieser Waldeck barg ich selber mich,
des Todes still gewärtig,
dem schon mein alter Waffenherr verfiel;
denn Titurel, mein heil'ger Held',
den nun des Grales Anblick nicht mehr labte,
er starb, - ein Mensch, wie alle!
PARSIFAL
(vor grossem Schmerz
sich aufbäumend)

Und ich - ich bin's,
der all dies Elend schuf!
Ha! Welcher Sünden,
welches Frevels Schuld
muss dieses Torenhaupt
seit Ewigkeit belasten,
da keine Busse, keine Sühne
der Blindheit mich entwindet,
zur Rettung selbst ich auserkoren,
in Irmis wild verloren
der Rettung letzter Pfad mir schwindet!
(Er droht, ohnmächtig umzusinken. Gurnemanz hält ihn aufrecht und senkt ihn zum Sitze auf den Rasenhügel nieder. - Kundry holt hastig ein Becken mit Wasser herbei, damit Parsifal zu besprengen)
GURNEMANZ
(Kundry sanft abweisend)

Nicht so! -
Die heil'ge Quelle selbst
erquicke unsres Pilgers Bad.

Mir ahnt, ein hohes Werk
hab' er noch heut zu wirken,
zu walten eines heil'gen Amtes:
so sei er fleckenrein,
und langer Irrfahrt Staub
soll nun von ihm gewaschen sein.
(Parsifal wird von den beiden sanft zum Rande des Quells gewendet. Während Kundry ihm die Beinschienen löst und dann die Füsse badet, Gurnemanz ihm aber den Brustharnisch entnimmt)
PARSIFAL
(sanft und matt)

Werd' heut zu Amfortas ich noch geleitet?
GURNEMANZ
(während der Beschäftigung)

Gewisslich; unsrer harrt die hehre Burg:
die Totenfeier meines lieben Herrn,
sie ruft mich selbst dahin.
Den Gral noch einmal uns da zu enthüllen,
des lang' versäumten Amtes
noch einmal heut zu walten, -
zur Heiligung des hehren Vaters,
der seines Sohnes Schuld erlag,
die der nun also büssen will, -
gelobt' Amfortas uns.
(Kundry badet ihm mit demutvollem Eifer die Füsse. Parsifal blickt mit stiller Verwunderung auf sie)
PARSIFAL
(zu Kundry)

Du wuschest mir die Füsse, -
nun netze mir das Haupt der Freund!
GURNEMANZ
(mit der Hand aus dem Quell schöpfend
und Parsifals Haupt besprengend)

Gesegnet sei, du Reiner, durch das Reine!
So weiche jeder Schuld
Bekümmernis von dir!
(Während Gurnemanz feierlich das Wasser sprengt, zieht Kundry ein goldenes Fläschchen aus ihrem Busen und giesst seinen Inhalt auf Parsifals Füsse aus; jetzt trocknet sie diese mit ihren schnell aufgelösten Haaren)
PARSIFAL
(nimmt Kundry sanft das Fläschchen ab
und reicht es Gurnemanz)

Du salbtest mir die Füsse,
das Haupt nun salbe Titurels Genoss,
dass heute noch als König er mich grüsse.
GURNEMANZ
(schüttet das Flaschchen vollends
auf Parsifals Haupt aus, reibt dieses
sanft und faltet dann die Hände darüber)

So ward es uns verhiessen,
so segne ich dein Haupt,
als König dich zu grüssen.
Du - Reiner!
Mitleidvoll Duldender,
heiltatvoll Wissender!
Wie des Erlösten Leiden du gelitten,
die letzte Last entnimm nun seinem Haupt!
PARSIFAL
(schöpft unvermerkt Wasser aus dem Quell,
neigt sich zu der vor ihm noch knienden
Kundry und netzt ihr das Haupt)

Mein erstes Amt verricht' ich so: -
die Taufe nimm,
und glaub' an den Erlöser!

(Kundry senkt das Haupt tief zur Erde;
sie scheint heftig zu weinen).
(Parsifal wendet sich um und blickt mit
sanfter Entzückung auf Wald und Wiese,
welche jetzt im Vormittagslichte leuchten.)

Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön!
Wohl traf ich Wunderblumen an,
die bis zum Haupte süchtig mich umrankten;
doch sah ich nie so mild und zart
die Halme, Blüten und Blumen,
noch duftet' all' so kindisch hold
und sprach so lieblich traut zu mir.
GURNEMANZ

Das ist Karfreitags-Zauber, Herr!
PARSIFAL

O wehe, des höchsten Schmerzentags!
Da sollte, wähn' ich, was da blüht,
was atmet, lebt und wiederlebt,
nur trauern, ach! und weinen?
GURNEMANZ

Du siehst, das ist nicht so.
Des Sünders Reuetränen sind es,
die heut mit heil'gem Tau
beträufet Flur und Au':
der liess sie so gedeihen.
Nun freut sich alle Kreatur
auf des Erlösers holder Spur,
will sein Gebet ihm weihen.
Ihn selbst am Kreuze kann sie nicht erschauen:
da blickt sie zum erlösten Menschen auf;
der fühlt sich frei von Sündenlast und Grauen,
durch Gottes Liebesopfer rein und heil:
das merkt nun Halm und Blume auf den Auen,
dass heut des Menschen Fuss sie nicht zertritt,
doch wohl, wie Gott mit himmlischer Geduld
sich sein erbarmt' und für ihn litt,
der Mensch auch heut in frommer Huld
sie schont mit sanftem Schritt.
Das dankt dann alle Kreatur,
was all' da blüht und bald erstirbt,
da die entsündigte Natur
heut ihren Unschuldstag erwirbt.
(Kundry hat langsam wieder das Haupt erhoben und blickt feuchten Auges, ernst und ruhig bittend zu Parsifal auf)
PARSIFAL

Ich sah sie welken, die einst mir lachten:
ob heut sie nach Erlösung schmachten? -
Auch deine Träne ward zum Segenstaue:
du weinest - sieh! es lacht die Aue.

(Er küsst sie sanft auf die Stirne)
(Fernes Glockengeläute, sehr allmählich anschwellend)
GURNEMANZ

Mittag: -
Die Stund' ist da: -
gestatte Herr, dass dich dein Knecht geleite. -
(Gurnemanz hat seinen Gralsrittermantel herbeigeholt; er und Kundry bekleiden Parsifal damit. Parsifal ergreift feierlich den Speer und folgt mit Kundry langsam dem geleitenden Gurnemanz. - Die Gegend verwandelt sich sehr allmählich, ähnlicherweise wie im ersten Aufzuge, nur von rechts nach links. Nachdem die drei eine Zeitlang sichtbar geblieben, verschwinden sie gänzlich, als der Waldsich immer mehr verliert, und dagegen Felsengewölbe näher rücken. In gewölbten Gängen stets anwachsend vernehmbares Geläute. Die Felswände öffnen sich und die grosse Gralshalle, wie im ersten Aufzuge, nur ohne die Speisetafeln, stellt sich wieder dar. - Düstere Beleuchtung. - Von der einen Seite ziehen die Titurels Leiche im Sarge tragenden Ritter herein; von der anderen Seite die Amfortas im Siechbett geleitenden; vor diesen der verhüllte Schrein mit dem "Grale")

(Gesang der Ritter während des Einzuges)
ERSTER ZUG
(mit dem "Gral" und Amfortas)

Geleiten wir im bergenden Schrein
den Gral zum heiligen Amte,
wen berget ihr im düst'ren Schrein
und führt ihr trauernd daher?
ZWEITER ZUG
(mit Titurels Sarge)

Es birgt den Helden der Trauerschrein,
er birgt die heilige Kraft,
der Gott einst selbst zur Pflege sich gab:
Titurel führen wir her.
ERSTER ZUG
(während die beiden Züge
aneinander vorbeischreiten)

Wer hat ihn gefällt, der in Gottes Hut
Gott selbst einst beschirmte?
ZWEITER ZUG

Ihn fällte des Alters siegende Last,
da den Gral er nicht mehr erschaute.
ERSTER ZUG

Wer wehrt' ihm des Grales Huld zu erschauen?
ZWEITER ZUG

Den dort ihr geleitet, der sündige Hüter.
ERSTER ZUG

Wir geleiten ihn heut, weil heut noch einmal
- zum letzten Male! -
will des Amtes er walten.
ZWEITER ZUG
(Amfortas ist auf das Ruhebett hinter
dem Gralstische niedergelassen,
der Sarg davor niedergestellt worden:
die Ritter wenden sich
mit dem Folgenden an Amfortas.)

Wehe! Wehe! Du Hüter des Grals!
Zum letztenmal
sei deines Amts gemahnt!
AMFORTAS
(sich matt ein wenig aufrichtend)

Ja - Wehe! Wehe! Weh' über mich!
So ruf' ich willig mit euch.
Williger nähm' ich von euch den Tod, -
der Sünde mildeste Sühne!
(Der Sarg wird geöffnet. Beim Anblick der Leiche Titurels bricht alles in einen jähen Wehruf aus.)
AMFORTAS
(von seinem Lager sich hoch aufrichtend,
zu der Leiche gewendet)

Mein Vater!
Hochgesegneter der Helden!
Du Reinster, dem einst die Engel sich neigten:
der einzig ich sterben wollt',
dir - gab ich den Tod!
Oh! der du jetzt in göttlichem Glanz
den Erlöser selbst erschaust,
erflehe von ihm, dass sein heiliges Blut, -
wenn noch einmal heut sein Segen
die Brüder soll erquicken,
wie ihnen neues Leben -
mir endlich spende - den Tod!
Tod! - Sterben: -
einz'ge Gnade!
Die schreckliche Wunde, das Gift, ersterbe,
das es zernagt, erstarre das Herz!
Mein Vater! Dich - ruf' ich,
rufe du ihm es zu:
"Erlöser, gib meinem Sohne Ruh'!"
DIE RITTER
(drängen sich näher
an Amfortas heran)

Enthüllet den Gral! -
Walte des Amtes!
Dich mahnet dein Vater: -
Du musst, du musst!
AMFORTAS
(in wütender Verzweiflung
aufspringend und unter die
zurückweichenden Ritter
sich stürzend)

Nein! - Nicht mehr! - Ha!
Schon fühl' ich den Tod mich umnachten,
und noch einmal sollt' ich ins Leben zurück?
Wahnsinnige!
Wer will mich zwingen zu leben,
könnt ihr doch Tod mir nur geben?

(Er reisst sich das Gewand auf)

Hier bin ich, - die offne Wunde hier!
Das mich vergiftet, hier fliesst mein Blut:
heraus die Waffen! Taucht eure Schwerte
tief - tief, bis ans Heft!
Auf! Ihr Helden:
tötet den Sünder mit seiner Qual, -
von selbst dann leuchtet euch wohl der Gral!...
(Alles ist scheu vor Amfortas gewichen, welcher in furchtbarer Exstase einsam steht. - Parsifal ist, von Gurnemanz und Kundry begleitet, unvermerkt unter den Rittern erschienen, tritt jetzt hervor und streckt den Speer aus, mit dessen Spitze er Amfortas' Seite berührt)
PARSIFAL

Nur eine Waffe taugt: -
die Wunde schliesst
der Speer nur, der sie schlug.
(Amfortas' Miene leuchtet in heiliger Entzückung auf; er scheint vor grosser Ergriffenheit zu schwanken; Gurnemanz stützt ihn)
PARSIFAL

Sei heil - entsündigt und entsühnt!
Denn ich verwalte nun dein Amt.
Gesegnet sei dein Leiden,
das Mitleids höchste Kraft
und reinsten Wissens Macht
dem zagen Toren gab.

(Parsifal schreitet nach der Mitte,
den Speer hoch vor sich erhebend.)

Den heil'gen Speer -
ich bring' ihn euch zurück! -

(Alles blickt in höchster Entzückung
auf den emporgehaltenen Speer,
zu dessen Spitze aufschauend
Parsifal in Begeisterung fortfährt.)

Oh! Welchen Wunders höchstes Glück!
Der deine Wunde durfte schliessen,
ihm seh' ich heil'ges Blut entfliessen
in Sehnsucht nach dem verwandten Quelle,
der dort fliesst in des Grales Welle. -
Nicht soll der mehr verschlossen sein:
Enthüllet den Gral! - Öffnet den Schrein!
(Parsifal besteigt die Stufen des Weihtisches, entnimmt dem von den Knaben geöffneten Schreine den "Gral" und versenkt sich, unter stummem Gebete, kniend in seinen Anblick. - Allmähliche sanfte Erleuchtung des "Grales". - Zunehmende Dämmerung in der Tiefe bei wachsendem Lichtscheine aus der Höhe)
ALLE
(mit Stimmen aus der mittleren,
sowie der oberen Hohe,
kaum hörbar leise)

Höchsten Heiles Wunder!
Erlösung dem Erlöser!
(Lichtstrahl: hellstes Erglühen des "Grales". Aus der Kuppel schwebt eine wetsse Taube herab und verweilt über Parsifals Haupte. - Kundry sinkt, mit dem Blicke zu ihm auf, langsam vor Parsifal entseelt zu Boden. Amfortas und Gurnemanz huldigen kniend Parsifal, welcher den Gral segnend über die anbetende Ritterschaft schwingt.)

(Der Vorhang schliesst sich langsam)
ATTO TERZO

Nel dominio del Gral.
Aperto, ameno paesaggio primaverile con prato fiorito, che sale dolcemente verso il fondo. Il primo piano è occupato dal margine della selva, la quale si stende verso destra sulla rupe che sale. Al medesimo piano, dalla parte della foresta, una fonte; di fronte ad essa, un poco più in basso, una semplice capanna d'eremita appoggiata ad un macigno. Primissimo mattino.

(Gurnemanz giunto a grave vecchiaia, poveramente vestito della sola cotta del Gral, esce dalla capanna e tende l'orecchio)
GURNEMANZ

Il singulto è venuto di laggiù. -
Sì straziante non è fiera che gema,
e non di certo in questo sacrosanto mattino.
M'inganno, o codesto lamento io lo conosco?

(Si intende un cupo singultare, come
di persona che in profondo sonno venga
angosciata dai sogni. - Gurnemanz cammina
risoluto verso una macchia di rovi,
che ha invaso tutto un lato della scena.
Si fa largo a forza tra le ramaglie,
poi improvvisamente s'arresta.)

Ah! Lei! - qui nuovamente?
Questo roveto invernalmente crudo
l'ha tenuta nascosta già da quanto tempo? -
Su! - Kundry! - Su!
Fuggito è l'inverno, e giunta è primavera! -
Svégliati! A primavera svégliati! -
Fredda - e irrigidita! -
Questa volta di certo io l'ho per morta: -
eppure quel che ho inteso non era il suo singulto?
(Trae Kundry del tutto irrigidita ed esanime fuori della macchia; la trascina fino ad un vicino rialzo erboso, le strofina forte le mani e le tempie, le alita in volto e fa di tutto per trarla dal suo irrigidimento. Finalmente la vita sembra ridestarsi in lei. Si sveglia interamente. Nell'aprire gli occhi, lancia un grido. Kundry veste un ruvido saio di penitente, simile a quello del primo atto; solo il colore del suo viso è più pallido. Dal viso e dal contegno è scomparsa ogni selvatichezza. - Fissa Gurnemanz a lungo. Poi si alza, ravvia veste e capelli e si dispone subito a modo di ancella al suo servizio)
GURNEMANZ

Ehi, donna folle!
Non hai parole per me?
Così mi ringrazi,
che dal sonno mortale
t'abbia ancora una volta svegliata?
KUNDRY
(china lentamente il capo,
poi con parola roca e dirotta):

Servire... servire. -
GURNEMANZ
(scuotendo il capo)

Poca fatica ti darà;
messaggi più non se ne mandano;
erba e radici
ciascuno trova per sé,
dalle bestie imparammo nella selva.
(Kundry, che nel frattempo si è guardata attorno, vede la capanna e v'entra)
GURNEMANZ
(seguendola meravigliato con lo sguardo)

Come altra di prima ella cammina!
Avrà questo il santo giorno operato?
O giorno di grazia senza pari!
Certo per la sua salute,
oggi ho potuto quella poveretta
dal sonno suo di morte liberare.
(Kundry esce nuovamente dalla capanna; porta un'anfora da attingere acqua e si dirige con quella alla fonte. Mentre attende a riempirla, guarda verso la foresta e vi nota qualcuno, ancora lontano, che sopraggiunge. Si volge verso Gurnemanz per additarglielo)
GURNEMANZ
(spiando verso la foresta)

Chi s'avvicina colà alla sacra fonte?
In cupa veste d'armi?
Non è nessuno dei fratelli!
(Kundry si allontana lentamente con l'anfora riempita verso la capanna, dove si pone alle sue faccende)

(Parsifal esce dalla foresta. È in piena nera armatura. S'avvicina lentamente ad elmo chiuso, lancia abbassata e capo chino, indugiando trasognato. E si pone a sedere sul piccolo rialzo erboso)
GURNEMANZ
(dopo aver osservato a lungo
Parsifal con stupore, gli si avvicina)

Salute, ospite!
Ti sei smarrito e debbo esserti guida?

(Parsifal scuote lentamente il capo)

Non ti degni di salutarmi?

(Parsifal piega il capo)
(Gurnemanz stizzito):

Olà! - Che cosa? -
Se il tuo voto
t'obbliga con me a tacere,
ebbene il mio m'esorta
a dirti quel che si conviene.
Qui tu ti trovi in luogo consacrato:
per qua in arme non si passa,
ad elmo chiuso, con lancia e con scudo.
Ed oggi per l'appunto! Non sai dunque
quale santo giorno è oggi?

(Parsifal scuote il capo)

Sicuro! Di dove vieni dunque?
Presso quali pagani hai dimorato,
da non sapere che oggi
è Venerdì Santo, giorno santo fra tutti?

(Parsifal curva il capo anche più profondamente)

Presto, via le armi!
Il Signore non offendere, che oggi,
senz'arma alcuna, il Suo santo sangue
offerse a riscatto del mondo peccatore!
(Parsifal, dopo un nuovo silenzio, s'alza; conficca la lancia davanti a sé nel terreno, le depone davanti scudo e spada, apre l'elmo, se lo toglie dal capo e lo depone presso le altre armi. Dopo di che s'inginocchia in muta preghiera di fronte alla lancia. Gurnemanz l'osserva con stupore e commozione. Chiama con un cenno Kundry, che allora è nuovamente uscita dalla capanna. - Parsifal solleva ora, devotamente e con ardente preghiera, il suo sguardo verso la punta della lancia)
GURNEMANZ
(piano a Kundry)

Lo riconosci?
È lui, che una volta uccise il cigno.

(Kundry conferma con un leggero cenno del capo)

Di certo è lui
il folle, che da noi scacciai in collera.

(Kundry volge lo sguardo a Parsifal,
fissa ma tranquilla)

Ah! Quali sentieri ha trovato?
La lancia, - io la riconosco.

(con grande commozione)

Oh! - Sacrosanto giorno,
cui io oggi dovevo risvegliarmi!
(Kundry ha volto il viso dall'altra parte)
PARSIFAL
(Si alza lentamente dalla sua preghiera, guarda
tranquillo intorno a sé, riconosce
Gurnemanz, e gli porge la mano mitemente a saluto)

Me venturato, che ancora ti ritrovo!
GURNEMANZ

Dunque anche tu ancora mi conosci?
Me ancora riconosci,
cui dolore e tormento han reso così curvo?
Come sei tu oggi giunto, - e di dove?
PARSIFAL

Per sentieri d'erranza e di dolore io son venuto;
debbo io credermi a loro ormai sfuggito,
poiché il mormorio di questa selva
nuovamente intendo,
e te, buon vecchio, nuovamente saluto?
Oppure - io erro ancora?
Tutto mutato mi sembra.
GURNEMANZ

Dimmi dunque: verso chi cercavi strada?
PARSIFAL

Verso colui, i cui profondi lamenti,
con stolido stupore un giorno intesi,
al quale ora salute portare
posso credermi eletto.
Eppure, ahimè! -
a mai non trovare la via della salute
in un errare senza strada,
qua e là mi spinse maledizione selvaggia:
tormenti senza numero
e lotte e battaglie
m'obbligarono fuor del sentiero,
quando già mi pareva riconoscerlo.
Allora per forza disperazione mi prese,
che potessi mai la reliquia salvare;
per custodirla, per conservarla,
ferite d'ogni arma io mi son prese;
poiché di quella a me stesso
non era lecito servirmi in battaglia.
Incontaminata
al mio fianco la porto,
ed ora lei rendo alla sua sede,
che risplende lassù augusta e sacra:
lancia sacra del Gral.
GURNEMANZ
(al colmo dell'entusiasmo prorompendo)

O Grazia! O colmo di salute!
O miracolo! Miracolo santo e augusto! -

(Dopo essersi un poco ripreso)

O Signore! Se maledizione era,
quella che dal retto sentiero ti distolse,
credi, ella se n'è partita.
Eccoti qui: dominio è questo del Gral,
te il suo cavalleresco ordine attende.
Ah di salvezza ha bisogno,
della salvezza che tu porti! -
Dal giorno che da noi tu ti fermasti,
il lutto che ti fu qui manifesto,
crebbe con l'ansia - a massimo tormento.
Amfortas riparo contro la propria ferita,
e la tortura dell'anima cercando,
a sfida ed a furore ormai bramò la morte.
Né preghiere o miseria dei suoi cavalieri
lo mosse più a compiere il sacro rito.
Da lungo tempo il Gral rimane chiuso nel suo scrigno:
così, pentito peccatore, il suo custode spera,
poiché non potrà morire
finché gli sia dato contemplarlo,
per forza d'ottener la propria fine,
e con la vita il suo strazio finire.
Il santo cibo a noi riman negato,
vile mangime deve noi nutrire;
perciò la forza dei nostri eroi è languita.
Messaggio più non ci perviene,
né appello a sante lotte di lontano:
pallida, misera, s'aggira barcollando
senza duce e senz'animo la nostra cavalleria.
In quest'angolo di selva mi son solingo rifugiato,
in attesa tranquilla della morte,
cui già il mio vecchio signor d'armi è soggiaciuto;
poiché Titurel, eroe mio santo,
cui la vista del Gral più non confortava,
morì, - uomo come tutti!
PARSIFAL
(riluttando
dal gran dolore)

Ed io - io sono,
l'autore di tutta codesta rovina.
Ah! di quali peccati,
di quali sacrilegi la colpa
deve su questo mio capo di folle
fin dall'eterno gravare,
se penitenza nessuna, nessuna espiazione
alla cecità mi sottrae;
eletto io stesso alla salvezza,
nell'errare selvaggiamente smarrito,
l'ultimo sentiero di salvezza mi scompare!
(Minaccia di cadere svenuto. Gurnemanz lo sostiene e lo adagia a sedere sul rialzo erboso. - Kundry porta in fretta un bacile d'acqua per spruzzare Parsifal)
GURNEMANZ
(respingendo dolcemente Kundry)

Non così! -
La stessa sacra fonte
sia ristoro e bagno al nostro pellegrino.

Un'alta opera presagisco
ch'egli abbia oggi ancora ad operare,
e un sacro rito da compiere:
sia egli dunque mondo d'ogni macchia,
e la polvere del suo lungo errare
venga da lui detersa.
(Parsifal è accompagnato dolcemente da tutti e due al margine della fonte. Mentre Kundry gli scioglie gli schinieri e poi gli immerge i piedi nell'acqua, Gurnemanz gli toglie il pettorale)
PARSIFAL
(mite e stanco)

Sarò oggi stesso accompagnato da Amfortas?
GURNEMANZ
(mentre si dà da fare)

Certo; di noi la rocca augusta sta in attesa:
l'esequie solenni del mio amato signore,
là me stesso chiamano.
Il Gral a noi ancora una volta scoprire,
ed al rito per lungo tempo negletto
oggi ancora una volta adempire -
a suffragio d'un padre augusto
di suo figlio alla colpa soggiaciuto,
che il figlio stesso or vuole così espiare, -
a noi promise Amfortas.
(Mentre Kundry lava i piedi a Parsifal con fervore di grande umiltà, egli la riguarda, stupito, in silenzio)
PARSIFAL
(a Kundry)

Tu m'hai lavato i piedi, -
il capo a me ora asperga l'amico!
GURNEMANZ
(attingendo dalla fonte con la mano
e aspergendo il capo a Parsifal)

Benedetto sia, tu puro, con quest'acqua pura!
Così si parta d'ogni colpa
l'angoscia via da te!
(Mentre Gurnemanz asperge d'acqua con gesto solenne, Kundry, tratta dal petto una fiala d'oro, ne versa il contenuto sui piedi di Parsifal, poi li terge coi capelli rapidamente sciolti)
PARSIFAL
(Toglie dolcemente la fiala a Kundry
e la porge a Gurnemanz)

Tu m'ungesti i piedi,
il capo ora m'unga il compagno di Titurel:
ch'ei mi saluti oggi stesso re!
GURNEMANZ
(Vuota interamente la fiala sul capo
di Parsifal ungendolo con tocchi leggeri;
quindi gli impone le mani)

Come a noi fu promesso,
così il tuo capo io benedico,
per salutarti re.
Tu - puro,
che soffri e porti compassione,
che sai, e porti salvazione!
Come tu del redento i dolori hai dolorato,
così l'ultimo peso togli ora dal suo capo!
PARSIFAL
(Attinge, inosservato, acqua dalla fonte,
s'inchina, sopra Kundry, che gli sta ancora
davanti inginocchiata, e le asperge il capo)

Al rito mio primo così io adempio: -
prendi il battesimo,
e credi al Redentore!

(Kundry curva profondamente il capo fino
a terra e sembra presa da pianto convulso)
(Parsifal si volta e guarda con dolce
estasi sulla selva e sul prato, che ora
rilucono in luce antimeridiana)

Oh come bello m'appare oggi il prato!
Bene io mi trovai tra fior di meraviglia,
che intorno a me cupidi s'attorcevan dino al capo;
e pure mai io vidi sì mansueti e teneri,
fiori e steli in fioritura;
né mai così tutto odoò di cara fanciullezza,
né così mi parlò intimo e soave!
GURNEMANZ

È l'incantesimo questo del Venerdì Santo, o Signore.
PARSIFAL

O giorno, ahimè, di dolore supremo!
Ma non dovrebbe, penso, quel che qui fiorisce,
quel che qui respira e vive e ancor rivive,
in lutto, ahimè, soltanto lagrimare?
GURNEMANZ

Tu vedi: non è così.
Son queste le lagrime del peccatore pentito,
le quali oggi con rugiada sacra
hanno irrorato il prato e la campagna:
egli così li ha fatti fiorire.
Ed ora è lieta ogni creatura
sull'orma amica del Redentore,
e a lui vuol consacrar la sua preghiera.
Lu stesso in croce ella non può contemplare:
e però leva lo sguardo verso l'uomo redento;
che dal gravame del peccato libero si sente,
e puro e santo per l'amor del divino sacrifizio.
Di questo ora s'avvedon stelo e fiore sui prati:
che non li calpesta, oggi, piede di uomo.
Ma a quel modo che Dio con celeste pazienza
di lui ebbe pietà, per lui sofferse,
così anche l'uomo oggi con clemenza pia,
alleviando il suo passo, li risparmia.
Ecco, ne rende grazie ogni creatura,
quante han qui fiore e presto periranno,
perché oggi la natura discolpata
conquista il giorno della sua innocenza!
(Kundry ha rialzato lentamente il capo e con gli occhi umidi leva lo sguardo verso Parsifal in atto di raccolta, tranquilla preghiera)
PARSIFAL

Appassire io vidi le a me ridenti un giorno:
chi sa non aspirino oggi anch'esse a redenzione? -
Diverrà anche la lagrima tua rugiada feconda:
tu piangi... guarda! E ride il prato!

(La bacia lievemente in fronte)
(Lontano concerto di campane, che lento lento cresce in romba)
GURNEMANZ

Mezzogiorno: -
è questa l'ora: -
Lascia, o signore, che ti guidi il tuo servo! -
(Gurnemanz è andato a prendere il suo mantello di Cavaliere del Gral; aiutato da Kundry, ne riveste Parsifal. Parsifal impugna solennemente la lancia e insieme con Kundry segue lentamente Gurnemanz, che fa da guida. - Il paesaggio muta molto lentamente allo stesso modo come nel primo atto, però da destra verso sinistra. I tre personaggi rimangono per un certo tempo visibili, per scomparire del tutto, quando la foresta sempre più dirada per far posto a passaggi coperti dentro la roccia. Ivi il concento delle campane si fa sentire sempre più forte. Apertesi le pareti della roccia, la gran sala del Gral riappare, come nel primo atto, tranne per il fatto che mancano le mense. - Luce fosca. - Da una parte entrano i cavalieri, che portano, nella sua bara, il cadavere di Titurel: dall'altra, coloro che accompagnano Amfortas sulla lettiga, preceduti dallo scrigno coperto che contiene il "Gral".)

(Canto dei Cavalieri durante l'ingresso dei cortei)
PRIMO CORTEO
(col "Gral" e Amfortas)

Chiuso nel suo scrigno accompagnamo
il Gral a santo rito.
Nel fosco scrigno chi tenete chiuso,
e in lutto trasportate?
SECONDO CORTEO
(con la bara di Titurel)

Questo scrigno di lutto chiude l'eroe,
chiude il santo e il forte,
cui Dio un giorno donò sé stesso a custodire:
Titurel trasportiamo.
PRIMO CORTEO
(Mentre i due cortei,
passandosi vicino, s'incrociano)

Chi mai l'ha ucciso l'uom che , da Dio protetto,
protesse un giorno Dio stesso?
SECONDO CORTEO

L'uccise il peso vincitore degli anni,
poiché il Gral non più potè contemplare.
PRIMO CORTEO

Chi la grazia del Gral gli impedì di contemplare?
SECONDO CORTEO

Colui che accompagnate, custode peccatore.
PRIMO CORTEO

Oggi l'accompagnamo, perché oggi una volta ancora
- l'ultima! -
egli vuol compiere il rito.
SECONDO CORTEO
(Amfortas si trova ora adagiato
sul giaciglio dietro l'ara del Gral
e davanti a lui è stata deposta la bara:
durante quel che segui,
i Cavalieri si rivolgono ad Amfortas.)

Sventura! Sventura! O custode del Gral!
Per l'ultima volta
sii esortato al rito!
AMFORTAS
(stanco, alzandosi un poco)

Sì - Sventura! Sventura! Sventura sopra di me!
Così di mio volere grido a voi.
Da voi più volentieri accetterei la morte, -
mitissima espiazione del peccato!
(La bara viene aperta. Alla vista del cadavere di Titurel, tutti prorompono in un grido violento di dolore)
AMFORTAS
(sollevandosi alto dal suo giaciglio,
volto verso il cadavere)

Padre mio!
Benedetto tra tutti gli eroi!
Tu, purissimo, cui un giorno gli angeli s'inginocchiarono:
io, che solo volevo morire,
a te - ho dato la morte!
O tu, che ora in splendore divino
il Redentore stesso contempli,
da lui impetra che il suo santo sangue, -
se pure la sua benedizione ancora una volta oggi
ai fratelli conforto deve portare,
come a loro nuova vita -
a me così largisca infin - la morte!
Morte! - Morire: -
unica grazia!
La tremenda velenosa ferita si consumi,
e irrigidisca il cuore, che il velen rode!
Padre mio! Te - io chiamo,
e tu a Lui il mio grido ripeti:
"Redentore, a mio figlio dà riposo!"
I CAVALIERI
(facendo ressa verso Amfortas
in confuso groviglio)

Scoprite il Gral! -
Adempi il rito!
Tuo padre t'esorta: -
lo devi! Lo devi!
AMFORTAS
(balzando
con furente disperazione
e precipitandosi
tra i Cavalieri che arretrano)

No! - Non più! Ah!
Già sento intorno a me farsi notte di morte,
e dovrei ancora una volta in vita ritornare?
Deliranti!
Chi vuole mai costringermi alla vita,
da poi che sol la morte voi mi potete dare?

(strappandosi la veste)

Eccomi qui, - ecco la ferita aperta!
Il sangue che m'avvelena, ecco ne scorre:
fuori l'armi! Le spade vostre piantate
a fondo - a fondo, fino all'elsa!
Su, eroi:
uccidete il peccatore e il suo tormento, -
per sé stesso allora il Gral vi splenderà!...
(Tutti sono arretrati spaurendo, davanti ad Amfortas, che rimane in piedi, solo, in terribile delirio. - Parsifal, accompagnato da Gurnemanz e Kundry, è apparso inosservato tra i Cavalieri; s'avanza, protende la lancia e tocca con la punta il fianco d'Amfortas)
PARSIFAL

Soltanto un'arma vale: -
chiude la ferita,
la lancia soltanto che l'ha aperta.
(Il viso di Amfortas s'illumina di un'estasi santa; dalla grande commozione sembra barcollare. Gurnemanz lo sostiene)
PARSIFAL

Sanato sii - purificato e assolto!
Poiché io sono, che ormai al tuo rito adempio.
Benedetto sia il tuo dolore,
che la forza suprema della compassione
e la potenza d'un purissimo sapere
donò ad un timido folle!

(Parsifal avanza verso il mezzo,
levando innanzi a sé alto la lancia)

La santa lancia -
ecco io vi rendo! -

(Tutti, al colmo dell'ebrezza,
volgono lo sguardo alla lancia sollevata.
Fisso lo sguardo alla sua punta,
Parsifal continua ispirato)

Oh! di quale miracolo, altissimo trionfo!
Da quella ch'ebbe potere di chiudere la tua ferita,
un santo sangue scorrere contemplo,
bramoso volto alla congiunta fonte,
che nell'onda del Gral colà fluisce. -
Non deve più rimaner chiuso:
scoprite il Gral! - Apritene lo scrigno!
(Parsifal sale i gradini dell'ara, toglie il "Gral" dallo scrigno aperto dai ragazzi e, inginocchiatosi, si sprofonda, con silenziosa preghiera, nella sua contemplazione. - Lento, mite raggiare del "Gral". - Penombra crescente in basso, mentre dall'alto cresce il bagliore)
TUTTI
(con voci, così alla media come
alla somma altezza, sommessamente,
in modo appena percettibile)

Miracolo d'altissima salute!
Redenzione al Redentore!
(Raggio luminoso; abbagliante fulgore del "Gral". Dalla cupola scende a volo aperto una bianca colomba, arrestandosi sul capo di Parsifal. - Kundry, lo sguardo levato verso di lui, cade lentamente a terra esanime davanti a Parsifal. Amfortas e Gurnemanz, in ginocchio, rendono omaggio a Parsifal, il quale traccia col Gral un gesto di benedizione sui cavalieri adoranti)

(La tela cala lentamente)

Re: Info per Parsifal - in onda il 26 Gennaio, dalle 18

22/01/2011, 21:24

Tratto da qui

Parsifal

Parsifal non solo è un’opera matura di Richard Wagner, ma ancora di più essa rappresenta una summa non solo del processo di maturazione del musicista e commediografo, ma in qualche misura la vicenda del “puro folle” tratta da Wolfram von Eschenbach, collega tra loro trame e tematiche che attraversano l’intera produzione operistica wagneriana.
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Lo stesso personaggio di Wolfram compare in Meistersinger e in Thannhäuser , opera in cui intona quel lied sacro-sentimentale che costituisce un esempio quasi unico nel catalogo dell’autore tedesco, di “pezzo chiuso”; in più occasioni il musicista avrebbe ipotizzato, inoltre, l'intervento salvifico di Parsifal quale deus ex machina, ad esempio per soccorrere e salvare Tristan.

Parsifal, inoltre è legato a Lohengrin poiché questi è, nella vicenda dell'eroe-cigno, il figlio del puro-folle.
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La centralità della simbologia e del rito eucaristico conferisce a Parsifal quella valenza didascalica e per molti aspetti conclusiva del percorso panreligioso e germanizzante, caro a Wagner e al romanticismo tedesco in cerca di quell’ accreditamento culturale in odore di affermazione di superiorità etnica; originatosi con Martin Lutero e tragicamente approdato alle degenerazioni del secolo breve.

La cifra luterana è ben rilevabile sia musicalmente che drammaturgicamente in Parsifal più che in altre opere wagneriane. Il corale connota l’intera produzione del musicista tedesco, ma nella sua ultima opera il leitmotiv dell’eucarestia è tratto da un cantus firmus luterano, lo stesso che Mendelssohn utilizzò nella sua Sinfonia n.5 (La Riforma).

Numerosi, nella trama, gli episodi e le simbologie che di lì a qualche anno avrebbero costituito succulenta materia di studio per la novella disciplina psicanalitica: la sessuofobia, il senso di colpa, l’evirazione.

Tra il XII e il XIII secolo in Europa si diffondevano narrazioni incentrate sul tema della ricerca del Sacro Graal; in un epoca buia in cui le popolazioni cristiane erano attanagliate dal terrore delle invasioni dei musulmani, lasciate in un diffuso analfabetismo e istigate all'antisemitismo del deicidio, era pressante la necessità di individuare simboli collettivi universalmente riconosciuti, totem che fossero collegati col Cristo e con il memoriale della Cena Eucaristica dovevano sembrare assolutamente quanto di meglio si potesse chiedere.

Quali fossero natura, materiale e forma del mitico oggetto simbolico non sono univocamente individuati; si va dal calice in rame alla conca in pietra, passando per la coppa in oro al bacino.

L’etimologia della parola, inoltre, ha visto, nel corso dei secoli, succedersi e ricorrere, ipotesi diverse da cratalis e da crater, quindi, come “vaso, coppa” ma anche “bacino e cratere” ovvero da gradalis che del termine stesso è deformazione tardolatina.
La leggenda approda alla letteratura scritta per la prima volta con il Perceval di Chrétien de Troyes (ca. 1190), cui segue una miriade di brevi racconti fino a giungere a Wolfram, e al suo Parzival (ca. 1200-1210).

Con ogni probabilità Wolfram era un cataro, un seguace, cioè di un’ideologia eretica alla cui base vi era anzitutto la disconoscenza del ruolo della Chiesa e di ogni intermediazione tra l’uomo e Dio; evidentemente un credo simile aveva ancor più viva e pressante esigenza di individuare elementi simbolico-mitologici che potessero assumere una funzione aggregante.

Non priva di interesse è la circostanza, raccontata dallo stesso Wolfram, di un presunto ritrovamento di un manoscritto che sarebbe la fonte primigenia della leggenda di Parzival; si sarebbe trattato di un documento in lingua araba, opera di un astronomo ebreo sefardita di Toledo, tale Flegetanis.
Molti sono i riferimenti ad elementi arabi nel racconto di Eschenbach e che Wagner ha voluto conservare nel suo Parsifal.

Dal punto di vista musicale sono diversi e non metodologicamente concordi gli approcci al capolavoro wagneriano, da quello atomizzante di Alfred Lorenz della Barform, che vuole identificare e isolare nella partitura episodi di affermazione e negazione fino a costituire quella successione A-A-B che Hans Sachs magnifica come ideale nei Die Meistersinger von Nürnberg , metodologia confutata (senza eccessivo sforzo a nostro avviso) da Carl Dahlhaus e da Rudolf Stephan adducendo considerazioni meramente statistiche secondo cui sarebbe sempre possibile identificare sequenze tripartite in opere di dimensioni ciclopiche come quelle di Wagner a patto di non predefinire la lunghezza del singolo elemento.

Ma, come osserva Jürgen Maehder, nel corso del '900 l'approccio di Lorenz è stato tacciato di anacronismo epistemologico a causa di una forzata separazione tra forma e contenuto che appariva del tutto inappropriata nell'esegesi di opere costruite nell'intento di realizzare la più elevata sintesi unitaria semantico-lessicale-contenutistica.

Th.W.Adorno si spinge anche oltre, e ingenerosamente, fino a formulare giudizi di superficialità e di autopromozione sull'opera di Richard Wagner, l'uso intensivo e ripetitivo del leitmotiv, sarebbe, secondo il filosofo tedesco, un mezzo per tenere attento un pubblico dalla scarsa propensione a ricordare, nonché una sottile, subliminale, coercizione musicale per un popolo di lì a poco destinato a votarsi all'obbedienza assoluta e incondizionata.

Nel celebre saggio "Versuch über Wagner", Adorno, pur nell'intento di rivelare un tratto negativo, riconosce un valore affascinate della musica di Wagner in quel ribaltamento nell'associazione consonanza-serenità dissonanza-dolore (tensione); in realtà quella che in armonia viene definita "risoluzione eccezionale" costituisce l'allegoria di quella contraddittorietà dialettica insita nelle emozioni profonde, quella che rafforza il piacere attraverso il patire per il raggiungimento dello stesso ovvero mitiga il dolore assumendolo come funzionale a processi di ascesi.

Al di là di approfondimenti musicologici ulteriori, giova rilevare come i procedimenti del leitmotiv si diffonderanno dopo Wagner fino a raggiungere in Puccini le vette nell'ambito del melodramma allorché esso diviene transizione verso la musica da film, come ritiene acutamente Alessandro Baricco.

Stefan Kunze conierà per le opere della maturità wagneriana, riferendosi alla costruzione formale, l'espressione di "variazione senza tema", intendendo con tale apparente ossimoro indicare che il procedimento di Wagner realizzi una riproposizione di elementi motivici che raramente costituiscono un intera frase, meno che mai un intero periodo, tuttavia gli elementi leitmotivici conservano e rafforzano la loro funzione semantica nel corso dello sviluppo della composizione.

I due principali leitmotiv, che attraversano l'intera opera sono il motivo dell'ultima cena
e quello del Graal. Si tratta del tema dell' Amen di Dresda di Martin Lutero, utilizzato, come si è già detto, da Mendelssohn nella Sinfonia n. 5 detta La Riforma.
Il terzo è il motivo della Fede (ascolta), presentato in Lab maggiore e sviluppantesi in progressione
Fin dal Preludio la triade di virtù teologali Amore-Fede-Speranza viene esposta e trasfigura nella morale umana che, contraendo debito da Schopenhauer, Wagner fa discendere dalla compassione, che, in Parsifal assume una potenza capace di superare le pulsioni sessuali e, si badi bene, scardinare persino la trappola edipica tesa all'eroe puro-folle da Kundry.
Il concetto di compassione in Wagner fu motivo di aspro scontro con Nietzsche; il musicista tuttavia, propone una pietas dolorosa, non una luminosa e gratificante carità cristiana, quanto un senso di colpa che conduce alla consapevolezza; l'uccisone di un cigno scava nell'animo del ragazzo e rappresenta un'iniziazione. "Durch Mitleid wissend" (consapevole attraverso la compassione), ecco la sostanza programmatica della "redenzione del redentore".

Qualche anno dopo la prima del Parsifal, Richard Wagner in quel pur controverso saggio "Religione ed arte" , intriso di ideologia di superiorità della razza, precisa al di là di ogni ragionevole dubbio musico-simbologico che la compassione di Parsifal non costituisce la redenzione "dal" mondo quando "del" mondo ad opera dell'eroe. Si tratta, dunque, di una visione individualista, eroica ; l'esempio di Parsifal non pretende nemmeno di costituire un esempio, piuttosto lascia l'uomo comune in uno stato di ammirata, ma subalterna impotenza.

Quella del filosofo di Danzica è un'etica antiegoistica, solidaristica; essa sottende un'idea di fratellanza orizzontale che in Wagner lascia il posto ad una venerazione messianica della personalità di un soggetto superiore che redime l'umanità prendendo su di sè la sofferenza di altri; la purezza è virtù che gli appartiene e la consapevolezza, che si aggiunge, catalizza la capacità dell'eroe di redimere il mondo.

La concezione teologica di Wagner, d'altra parte, si traduce in una passività eroica i cui "la compassione si immerge fino all'interruzione completa della volontà individuale" ("Religion und Kunst"); il musicista ritiene di interpretare l'etica schopenhaueriana, ma ruota specularmente redenzione e redento e, nell'interpretatone politica della teoria etica, attribuisce ad una personalità leader funzioni e poteri che conferiscono sacralità all'assolutismo e alla dittatura. Quanto "puro" sia stato Hitler è al di sopra di dubbio tanto quanto egli sia stato "folle" e la sua "compassione" è rimasta fuori dei cancelli su cui campeggiava "Arbeit macht frei"

Citando "Parerga e Paralipomena" Wagner nel 1880 ne sottoscrive la conclusione :"scopo ultimo dell'esistenza temporale è il distogliere la volontà dalla vita (...) attraverso l'infelicità ed il dolore (.....) necessari per separare la volontà stessa dalla vita (...) e condurre alla rinascita".

Rinascere per ripercorrere il dolore e la sofferenza indispensabili all'eroe puro affinché egli possa redimerne il mondo; cristianamente rispondiamo: "No grazie, abbiamo già dato".

Friedrich Nietzsche, un tempo entusiasta ammiratore di Wagner, individuò in Parsifal un tradimento dell'ideologia dal paganesimo nibelungico che si opponesse alla romanità, tant'è che con sarcasmo bocciò il "Dramma sacro" : "Ciò che ascoltate è... Roma!". In realtà Wagner aveva ben presenti le culture mediorientali e indiane e non mancano riferimenti ben precisi a miti e leggende persiane e indiane e nei piani del compositore vi era un progetto di un'opera dedicata a Buddha e a Siddharta , che non fu mai realizzata.

Nel corso di 150 anni Parsifal ha fatto molto parlare di sé e con giudizi assai contrastanti tra loro, Claude Debussy entusiasticamente ebbe a dire: "Parsifal è uno dei più bei monumenti sonori che mai siano stati innalzati alla gloria imperturbabile della musica"

All'ammirazione di Debussy fa da contrappunto Marinetti, il quale diede fondo a tutta la retorica corrosiva futurista nel dire che "Parsifal (...)inocula una incurabile nevrastenia musicale (...) è la svalutazione sistematica della vita! Fabbrica cooperativa di tristezza e disperazioni. Stiramenti poco melodiosi di stomachi deboli. Cattiva digestione e alito pesante di vergini quarantenni....." e via un'elencazione di malanni cronici.


Breve Trama dell' opera

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Atto primo . Il preludio espone immediatamente il tema dell'eucarestia; altri due temi si affacciano nell'introduzione orchestrale: il tema del Graal e il tema della fede. La scena mostra una foresta intorno al Graal dove un cavaliere, Gurnemanz, sveglia due scudieri perchè questi conducano il re Amfortas ad un bagno che lo sollevi dalle sofferenze che una ferita insanabile gli arreca. Sopraggiunge Kundry, una donna che sta espiando la colpa di avere deriso Gesù; penitente ella ora reca un balsamo proveniente dall' Arabia, lenitivo per la ferita del re. Amfortas è consapevole che egli potrà essere guarito solo dal "cavaliere puro e folle", ma ringrazia sinceramente Kundry. Gli scudieri credono Kundry una strega, ma Gurnemanz rivela loro che ella ha sempre fedelmente servito i cavalieri e racconta che Titurel, padre del re Amfortas, ebbe in custodia dagli angeli la coppa della cena e la lancia che aveva ferito il costato del Cristo; le reliquie venero custodite in un castello appositamente costruito a Montsalvat, difeso da un esercito di cavalieri puri.

Il mago Klingsor venne espulso dalla schiera dei cavalieri a causa della sua impurezza e questi, per espiare la colpa si evirò e dal gesto insano nacque un giardino di delizie abitato da splendide fanciulle incaricate di condurre al peccato i cavalieri, attentando alla loro purezza. Molti furono coloro che cedettero alla tentazione e lo stesso Amfortas che proprio a causa del suo peccato perse la sacra lancia che, brandita da Klingsor, ferì il costato del re in maniera insanabile. La profezia recita che Amfortas sarà guarito allorché un giovane puro folle ma sapiente per la conoscenza del dolore del prossimo, recupererà la sacra lancia e con essa toccherà la ferita.

Mentre Gurnemanz racconta, si ode un confuso vociare da lontano, dove un sacro cigno è stato colpito da una freccia scagliata da un ragazzo: Parsifal, che viene aspramente rimproverato, ma il giovane rivela di essere completamente all'oscuro della sua provenienza e delle vicende del mondo, egli conosce il nome della madre Herzeleide (‘Dolor di cuore’) e di avere sempre vissuto nella selva. Kundry invece sa che Parsifal è figlio di Gamuret e che è un folle solitario, comunica al giovane che sua madre è morta e il ragazzo starebbe per strangolare Kundry ma Gurnemanz lo ferma. Parsifal viene condotto al castello, lì la sua purezza sarà messa alla prova. Il giovane domanda cosa sia il Graal, ma Gurnemanz gli spiega che egli lo scoprirà. Gurnemanz e Parsifal si recano dove tempo e spazio si confondono tra loro. Interludio sinfonico.

La nuova scena mostra l'interno di un santuario: il luogo dell' àgape fraterna. Titurel invita il figlio a celebrare il rito del Graal a cui Parsifal assiste, il giovane resta turbato dalla sofferenza di Amfortas, ma non partecipa emotivamente al miracolo eucaristico e Gurnemanz lo scaccia dal santuario mentre una voce dall'alto ricorda che sarà la compassione sapiente del pro folle a spezzare il sortilegio.

Atto secondo . Klingsor attende l’arrivo di Parsifal per distruggerlo e chiede collaborazione a Kundry,che già aveva sedotto Amfortas. La donna è inizialmente restia, ma alla fine si decide ad operare per la dannazione del giovane folle. Appare un magnifico giardino di delizie e splendidi fiori; Parsifal viene attorniato da fanciulle-fiore che lo ammaliano e si contendono il ragazzo; appare Kundry . la quale chiama per nome il giovane e questi ricorda di colpo che quello era il nome con cui sua madre lo chiamava. La misteriosa donna gli spiega che il nome deriva da parsi=puro e fal=folle. Kundry rievoca l'infanzia di Parsifal e la figura della madre di questi e si offre come sostituta di Herzeleide ; lo bacia sulla bocca ma Parsifal si divincola, rivive il dolore di Amfortas e l'opporsi alla seduzione diviene consapevolezza del dolore del prossimo. Il giovane si inginocchia, prega il Signore, facendosi carico della colpa di Amfortas. Kundry chiede aiuto a Klingsor ma la sacra lancia da questi scagliata contro Parsifal si arresta prodigiosamente sul capo del ragazzo che ora diviene uomo, brandisce l'arma sacra e traccia in aria un segno di croce. Il castello crolla e Kundry stramazza al suolo; "Tu sai dove potrai ritrovarmi" dice Parsifal alla donna.

Atto terzo . Un prato con una fonte; Gurnemanz sente il lamento di Kundry "servire... servire"; Gurnemanz la conforta mentre sopraggiunge un misterioso cavaliere, che pianta la lancia nel suolo. Parsifal racconta della consapevolezza raggiunta e Gurnemanz lo riconosce e Kundry celebra su di lui il rito della lavanda dei piedi come la Maddalena col Cristo; Parsifal viene investito come re del Graal e immediatamente battezza Kundry (‘Incantesimo del venerdì santo’)

Amfortas si accinge a celebrare per l'ultima volta il rito del Graal per il funerale di Titurel della cui morte egli si sente responsabile; vorrebbe essere trafitto dalle spade dei cavalieri del Graal, invece Parsifal lo tocca con la sacra lancia e la ferita guarisce. La coppa, su ordine di Parsifal viene scoperta finalmente libera da ogni impurità. Una colomba si posa sul capo di Parsifal e al canto di "Erlösung dem Erlöser! " (‘Redenzione al Redentore!’) si festeggia la redenzione del simbolo della redenzione

Re: Info per Parsifal - in onda il 26 Gennaio, dalle 18

22/01/2011, 22:35


Parsifal - Wagner - 1981

Wagner: Parsifal (HD)

Amfortas: Bernd Weikl
Titurel: Matti Salminen
Gurnemanz: Hans Sotin
Parsifal: Siegfried Jerusalem
Klingsor: Leif Roar
Kundry: Eva Randova
1. Gralsritter: Toni Krämer
2. Gralsritter: Heinz Klaus Ecker
1. Knappe: Marga Schiml
2. Knappe: Hanna Schwarz
3. Knappe: Helmut Pampuch
4. Knappe: Martin Egel
Blumenmädchen: Norma Sharp Carol Richardson Hanna Schwarz Mari Anne Häggander Marga Shiml Margit Neubauer Eine Stimme: Hanna Schwarz Chor der Bayreuther Festspiele,
Norbert Balatsch Orchester der Bayreuther Festspiele,
Horst Stein Production,
stage design and artistic supervision: Wolfgang Wagner Bayreuther Festspiele 1981
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